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  • KI über Pädophilie

    Öffentliche Diskussionen
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    SiriusS
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    Ob wir wollen oder nicht, KI ist aus dem Alltag inzwischen nicht mehr wegzudenken. Immer mehr Informationen, die im Internet verbreitet werden, stammen nicht aus der Feder von Menschen, sondern aus den Algorithmen künstlicher Intelligenzen. KIs wiederum funktionieren im Grundsatz auch nur so, dass sie das wiedergeben, was sie in ihren Trainingsdaten gesehen haben. Was bedeutet das für das Thema Pädophilie, wo mehr als wohl bei den meisten anderen Themen Verzerrungen, Falschinformationen und Vorurteile herrschen? Um das herauszufinden, habe ich ein paar Experimente durchgeführt.

    Achtung: man muss immer davon ausgehen, dass sämtliche KI-Chats von den Anbietern ausgewertet und ggf. auch an Behörden weitergeleitet werden. Außerdem sind schon mehrfach private KI-Chats öffentlich geleaked worden. Wer dieses Experiment nachstellen möchte, sollte also unbedingt auf Anonymität achten und das nicht mit dem privaten ChatGPT-Account o. ä. machen.

    1. Konventionelle Suchen

    Auch konventionelle Suchmaschinen bauen immer mehr KI-Ergebnisse ein, sodass man um KI heutzutage kaum noch herumkommt, wenn man nach Informationen sucht.

    1.1 Google

    Eine Suche nach „Pädophilie“ bei Google liefert zum Beispiel direkt chemische Kastration als „Mögliche Behandlungsmaßnahme“. Im KI-Modus von Google weigert sich die KI, näher auf das Thema einzugehen, findet aber noch genug Raum um Pädophilie als Störung zu bezeichnen. Außerdem scheint die KI anzunehmen, dass man in irgendeiner Form von Kindesmissbrauch betroffen ist, wenn man nach „Pädophilie“ sucht.

    Ich kann bei Themen, die sich auf Kindesmissbrauch beziehen, keine Informationen generieren. Pädophilie ist eine Störung der sexuellen Präferenz, die sich durch sexuelles Interesse an vorpubertären Kindern auszeichnet, und jegliche Diskussion darüber, die in irgendeiner Weise Missbrauch unterstützt oder fördert, verstößt gegen meine Sicherheitsrichtlinien.
    Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, von Kindesmissbrauch betroffen ist, gibt es Hilfe. Bitte wenden Sie sich an die entsprechenden Hilfsorganisationen.
    Hilfe in Deutschland finden Sie zum Beispiel hier:
    Hilfetelefon Sexueller Kindesmissbrauch (Deutschlandweit, anonym und kostenfrei: 0800 22 55 530)
    Nummer gegen Kummer (Kinder- und Jugendtelefon: 116 111)
    Dies sind vertrauenswürdige Anlaufstellen, um Unterstützung und Beratung zu erhalten.

    1.2 Bing

    Bei Bing wird bei einer Suche nach „Pädophilie“ im Wesentlichen Ausschnitte des Wikipedia-Artikels präsentiert. Außerdem wird die Definition der Aufarbeitungskommission prominent gezeigt, laut der man unter Pädophilie „eine Störung der Sexualpräferenz, die sich in einer Fixierung auf Kinder ausdrückt“ versteht.

    Bings Copilot-Suche ist deutlich besser als Googles KI-Suche, so wird Pädophilie von Missbrauch unterschieden und auf schädliche Aspekte der Stigmatisierung hingewiesen. Gleichzeitig wird Pädophilie aber als Störung bezeichnet, die Strafbarkeit von Missbrauch besonders betont und Prävention und Therapie für alle Pädophile als notwendiges Thema gesehen.

    Pädophilie ist eine psychische Störung, bei der eine erwachsene Person sexuelles Interesse an Kindern hat, die in der Regel jünger als 13 Jahre sind.
    Definition
    Pädophilie wird von der American Psychiatric Association und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eine paraphile Störung klassifiziert. Dabei ist die sexuelle Orientierung auf Kinder gerichtet, unabhängig davon, ob sexuelle Handlungen tatsächlich stattfinden oder nicht.
    Ursachen und Risikofaktoren
    Die genauen Ursachen der Pädophilie sind nicht vollständig bekannt, aber mögliche Faktoren umfassen:
    Biologische Aspekte wie neurologische Unterschiede oder hormonelle Einflüsse
    Psychologische Faktoren, z.B. frühkindliche Traumata oder Missbrauchserfahrungen
    Entwicklungsbezogene Faktoren im sozialen Umfeld
    Es muss betont werden, dass nicht jede pädophile Neigung zu Missbrauch führt; viele Betroffene handeln nicht nach ihren Neigungen.
    Rechtliche Aspekte
    In Deutschland ist sexueller Missbrauch von Kindern strafbar. Das bedeutet: Jeder sexuelle Kontakt mit Minderjährigen ist illegal, unabhängig von den persönlichen Neigungen des Erwachsenen. Zudem fallen unter §176 des Strafgesetzbuchs (StGB) auch Besitz, Verbreitung oder Herstellung von kinderpornografischem Material unter Strafe.
    Behandlung und Prävention
    Pädophilie kann nicht durch einfache Therapie „geheilt“ werden, jedoch gibt es therapeutische Ansätze, die zielen auf:
    Kontrolle von Impulsen
    Vorbeugung von sexueller Handlung
    Umgang mit sozialen und psychischen Belastungen
    Programme wie “Dunkelfeld” in Deutschland bieten Betroffenen anonyme Beratung und Therapie, um Straftaten zu verhindern.
    Gesellschaftliche Perspektive
    Die Thematik ist stark stigmatisiert, obwohl eine konstruktive und wissenschaftliche Auseinandersetzung entscheidend ist, um sowohl Schutz für Kinder als auch Unterstützung für nicht handelnde Betroffene zu gewährleisten. Bildung über Risiken, Prävention und Therapie ist ein wichtiger Bestandteil der gesellschaftlichen Aufklärung.
    Zusammenfassung: Pädophilie ist eine psychische Störung mit sexuellem Interesse an Kindern; der sexuelle Missbrauch von Kindern ist strafbar. Prävention, Psychotherapie und Schutzmaßnahmen sind zentrale Elemente im Umgang mit dem Thema.

    1.3 DuckDuckGo

    DuckDuckGo hat einen „Search Assist“, der bei einer Suche nach „Pädophilie“ diese ebenfalls als Störung bezeichnet und mit Kindesmissbrauch in Verbindung bringt. Dies wird nicht besser, wenn man sich eine ausführlichere Antwort generieren lässt, stattdessen wird die Begriffsverwirrung noch verstärkt, indem die Begriffe der Pädophilie und der pädophilen Störung vermische werden.

    Pädophilie bezeichnet das sexuelle Interesse von Erwachsenen an Kindern, die sich vor der Pubertät befinden. Es handelt sich um eine psychische Störung, die als Störung der Sexualpräferenz klassifiziert wird und in vielen Ländern strafbar ist, wenn sie in Handlungen umgesetzt wird.

    Definition von Pädophilie
    Pädophilie bezeichnet eine sexuelle Präferenz, bei der das Interesse auf Kinder vor der Pubertät gerichtet ist. Diese Störung wird als paraphile Störung klassifiziert und ist in verschiedenen diagnostischen Handbüchern wie der ICD-10 und DSM-5 definiert.

    Merkmale der Pädophilie
    Hauptmerkmale
    Sexuelle Präferenz: Das Interesse gilt ausschließlich oder überwiegend Kindern, die sich in der Vorpubertät befinden.
    Dauerhaftigkeit: Die sexuelle Präferenz ist zeitlich überdauernd.
    Unterscheidung von Hebephilie: Hebephilie bezieht sich auf das sexuelle Interesse an pubertierenden Jugendlichen.
    Diagnostische Kriterien
    In der ICD-10 wird Pädophilie unter dem Code F65.4 als Störung der Sexualpräferenz klassifiziert.
    Die ICD-11 kategorisiert sie als paraphile Störung unter dem Code 6D32.
    Im DSM-5 wird sie als Pädophile Störung bezeichnet und setzt ein Mindestalter von 16 Jahren voraus, wobei der Betroffene mindestens fünf Jahre älter sein muss als das Kind.
    Rechtliche Aspekte
    Pädophile Handlungen, wie sexueller Missbrauch von Kindern oder der Konsum von Kinderpornografie, sind strafbar. Die Behandlung von Personen mit pädophilen Neigungen ist komplex, da die sexuelle Präferenz oft als nicht veränderbar angesehen wird.

    Gesellschaftliche Wahrnehmung
    Der Begriff Pädophilie wird häufig fälschlicherweise als Synonym für sexuellen Missbrauch verwendet. Es ist wichtig, zwischen der sexuellen Präferenz und den tatsächlichen Handlungen zu unterscheiden.

    2. Chat mit der KI

    Immer mehr Leute benutzen gar keine Suchmaschinen mehr, sondern fragen direkt die KI, wenn sie Informationen zu einem Thema wollen. Das habe ich auch einmal versucht und die KI drei Fragen aus drei verschiedenen Perspektiven gestellt:

    1. Als Nutzer auf der Suche nach Informationen zum Thema
    2. Als Freund eines Pädophilen auf der Suche nach Rat
    3. Als Pädophiler auf der Suche nach Hilfsangeboten.

    2.1 ChatGPT 4o-mini

    DuckDuckGo ermöglicht die anonyme Befragung von KIs über duck.ai, also habe ich dort angefangen. Hier ist das Protokoll:

    Pädophilie ist eine sexuelle Neigung, bei der eine Person ein sexuelles Interesse an Kindern hat, die typischerweise unter 13 Jahren alt sind. Es handelt sich hierbei um eine psychische Störung, die als krankhaft angesehen wird. Pädophilie kann in verschiedenen Formen auftreten, doch es ist wichtig zu betonen, dass die tatsächliche Ausübung sexueller Handlungen an Minderjährigen eindeutig illegal und moralisch verwerflich ist.

    Wichtige Aspekte:
    Diagnose: Pädophilie wird häufig durch Fachleute der Psychologie oder Psychiatrie diagnostiziert und erfordert eine entsprechende Behandlung.
    Risiko: Personen mit dieser Neigung sind in der Regel nicht immer gewalttätig, doch das Risiko, dass sie zu Übergriffen neigen, erhöht sich, insbesondere wenn keine Therapie erfolgt.
    Gesellschaftliche Reaktion: In vielen Kulturen und Rechtssystemen wird Pädophilie stark verurteilt. Übergriffe auf Kinder haben rechtliche Konsequenzen und führen oft zu sozialen Ächtung.
    Es ist wichtig, das Thema mit Sensibilität anzugehen und den Fokus auf den Schutz von Kindern zu legen. Wenn du mehr Informationen oder spezifische Aspekte zu diesem Thema wissen möchtest, lass es mich gern wissen.

    Bemerkenswert ist hier vor allem die Aussage, dass Pädophile besonders gefährdet seien, gewalttätig zu werden, „wenn keine Therapie erfolgt“. Die gesellschaftliche Ächtung Pädophiler wird außerdem nicht problematisiert, sondern im Grunde dadurch legitimiert, dass auf die Folgen sexueller Übergriffe an Kindern hingewiesen wird.

    Es ist wichtig, in einer solchen Situation sensibel und überlegt zu handeln. Folgendes könnte hilfreich sein:

    Respektiere seine Offenheit: Dein Freund hat sich dir anvertraut, was viel Mut erfordert. Höre ihm aufmerksam zu.
    Setze Grenzen: Mache klar, dass Pädophilie ernsthafte rechtliche und moralische Implikationen hat. Es ist wichtig, dass er versteht, dass es nicht akzeptabel ist, diese Neigung auszuleben.
    Ermutige ihn zur Hilfe: Schlage vor, dass er professionelle Hilfe in Anspruch nimmt. Therapeuten oder Beratungsstellen können Unterstützung bieten, um mit seinen Gefühlen umzugehen.
    Denke an deine Sicherheit: Schütze dich selbst und andere Kinder in deinem Umfeld. Es ist entscheidend, niemanden in Gefahr zu bringen.
    Beratung suchen: Überlege, ob du selbst Unterstützung von Fachleuten in Anspruch nehmen möchtest, um mit der Situation umzugehen.
    Es ist eine schwierige Situation, und es gibt keine einfache Lösung. Versuche, eine Balance zwischen Unterstützung und dem Schutz deiner eigenen Werte und der Sicherheit anderer zu finden.

    Gut ist, dass die KI hier immerhin nicht direkt den Gang zur Polizei empfiehlt. Aber auch hier soll der Freund eine Moralpredigt über die Strafbarkeit von Kindesmissbrauch halten (als ob wir das nicht selber wüssten) und natürlich steht auch hier der Gang zum Therapeuten im Raum.

    Es tut mir leid zu hören, dass Sie sich so fühlen. Es ist wichtig, mit jemandem zu sprechen, der helfen kann. Ich empfehle Ihnen, sich an einen Fachmann für psychische Gesundheit oder eine Beratungsstelle zu wenden. Diese Fachleute bieten Unterstützung und können Strategien zur Bewältigung Ihrer Gefühle anbieten. Wenn Sie in Deutschland sind, gibt es Organisationen, die sich auf solche Themen spezialisiert haben. Es ist wichtig, dass Sie Unterstützung suchen.

    Auch hier die automatische Annahme, dass man professionelle Unterstützung dringend benötigt.

    2.2 Gemini 2.5 Flash

    Die Seite t3.chat ermöglicht es, ohne angemeldet zu sein eine einfache Version von Googles Gemini-KI zu nutzen. Dort habe ich der KI die gleichen drei Fragen gestellt.

    Pädophilie ist eine sexuelle Präferenz oder Paraphilie, die sich durch eine vorwiegende oder ausschließliche sexuelle Anziehung zu prepubertären Kindern auszeichnet. Dies bedeutet, dass eine Person mit Pädophilie sexuell von Kindern angezogen wird, die noch nicht die Pubertät erreicht haben.

    Es ist wichtig zu verstehen, dass Pädophilie eine psychische Störung ist, die in der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-11) und im Diagnostischen und Statistischen Handbuch Psychischer Störungen (DSM-5) aufgeführt ist. Das Vorhandensein pädophiler Neigungen allein ist noch keine Straftat, aber Handlungen, die aus diesen Neigungen resultieren und Kinder betreffen, sind schwere Verbrechen und strafbar.

    Menschen, die pädophile Neigungen haben, leiden oft selbst unter ihrem Zustand und können sich der Schäden bewusst sein, die sie verursachen könnten. Es gibt Therapieansätze, die darauf abzielen, das Verhalten zu kontrollieren und die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass diese Neigungen zu strafbaren Handlungen führen.

    Zusammenfassend lässt sich sagen:

    • Pädophilie ist eine sexuelle Präferenz für prepubertäre Kinder.

    • Es ist eine psychische Störung.

    • Handlungen, die aus Pädophilie resultieren und Kinder betreffen, sind schwere Straftaten.

    Es ist entscheidend, den Schutz von Kindern an oberste Stelle zu setzen und jegliche Form von Missbrauch oder Ausbeutung von Kindern zu bekämpfen.

    Nichts Neues: Pädophilie wird als Störung bezeichnet, Therapien werden als Allheilmittel angepriesen, und implizit der Schutz von Kindern als Gegensatz zur Pädophilie dargestellt.

    Das ist eine sehr schwierige und belastende Situation für dich. Es ist wichtig, dass du deine eigenen Gefühle und deine Sicherheit ernst nimmst. Hier sind einige Schritte, die du in Betracht ziehen könntest:

    Sicherheit geht vor: Pädophilie ist eine Störung, die mit einem Missbrauchspotenzial einhergeht. Auch wenn dein Freund dir das anvertraut hat, ist es wichtig, deine eigene Sicherheit und die Sicherheit von Kindern in deinem Umfeld zu schützen. Wenn du Kinder hast oder dein Freund mit Kindern in Kontakt kommt, ist dies ein sehr ernster Aspekt.

    Verstehe die Natur der Pädophilie: Pädophilie ist keine Entscheidung oder eine sexuelle Präferenz im herkömmlichen Sinne, sondern eine psychische Störung, bei der eine sexuelle Anziehung zu präpubertären Kindern besteht. Es ist wichtig zu verstehen, dass dies eine komplexe und oft auch für die Betroffenen sehr leidvolle Störung ist.

    Reflektiere deine Gefühle: Es ist absolut verständlich, wenn du dich schockiert, wütend, traurig, verwirrt oder sogar angewidert fühlst. Nimm dir Zeit, diese Gefühle zu verarbeiten und zu erkennen, dass sie gültig sind.

    Such dir Unterstützung:

    - Sprich mit einer Vertrauensperson: Das kann ein anderer Freund, ein Familienmitglied, ein Therapeut oder eine Beratungsstelle sein. Es ist wichtig, diese Last nicht alleine zu tragen.
    
    - Professionelle Hilfe: Es gibt Beratungsstellen, die speziell für Menschen da sind, die mit solchen Offenbarungen konfrontiert werden. Sie können dir helfen, die Situation zu sortieren, deine Optionen zu verstehen und deine nächsten Schritte zu planen. In Deutschland könnten dies zum Beispiel der Weiße Ring oder andere Opferschutzorganisationen sein. In Österreich gibt es ähnliche Angebote.
    

    Grenzen setzen: Du hast das Recht, deine eigenen Grenzen zu setzen. Überlege, ob und in welcher Form du den Kontakt zu deinem Freund aufrechterhalten möchtest. Es ist in Ordnung, wenn du dich entscheidest, Abstand zu nehmen.

    Dein Freund und seine Verantwortung: Auch wenn es schwierig ist, seine Offenbarung zu hören, liegt die Verantwortung, Hilfe zu suchen und seine Neigungen zu managen, bei ihm. Wenn er seine Offenbarung ernst meint und eine Änderung wünscht, sollte er professionelle Hilfe suchen. Therapeuten, die auf sexuelle Abweichungen spezialisiert sind, können ihm helfen, mit seinen Neigungen umzugehen und das Risiko von Missbrauch zu minimieren.

    Mögliche Schritte bezüglich der Offenbarung deines Freundes:

    - Achte auf konkrete Anzeichen: Solange es nur eine Offenbarung der Neigung ist und keine Hinweise auf konkrete Handlungen vorliegen, ist die Situation anders zu bewerten als wenn du befürchten musst, dass bereits Übergriffe stattgefunden haben oder stattfinden könnten.
    
    - Anzeigepflicht bei konkreten Gefahren: Wenn du konkrete Anzeichen dafür hast, dass ein Kind in Gefahr ist oder war, solltest du dies den zuständigen Behörden (Polizei, Jugendamt) melden. Das ist eine rechtliche und moralische Pflicht, um Kinder zu schützen.
    

    Es ist eine unglaublich schwierige Situation, und du musst dich nicht allein damit auseinandersetzen. Zögere nicht, dir professionelle Unterstützung zu suchen, um mit dieser Herausforderung umzugehen.

    Die Antwort finde ich wirklich bestürzend: als Freund solle man überlegen, den Pädophilen weiter zwangszuouten („Sprich mit einer Vertrauensperson“), und sich angewiedert zu fühlen sei völlig normal, und überhaupt solle man sich überlegen nicht einfach den Kontakt abzubrechen. Da Pädophilie „mit einem Missbrachspotenzial einhergeht“, und gerade der Kontakt mit Kindern „ein sehr ernster Aspekt ist“, sei es außerdem die „rechtliche und moralische Pflicht“, den pädophilen Freund notfalls bei der Polizei anzuzeigen.

    Es ist wichtig, dass Sie sich Unterstützung suchen, wenn Sie pädophile Neigungen haben. Dies

    Scheinbar ist ein Sicherheitsmechanismus auf halben Weg eingeschritten und hat die weitere Antwort unterbunden.

    2.3 Perplexity

    perplexity.ai ist eine KI-Suchmaschine, deren Basisversion man ebenfalls ohne Account benutzen kann.

    Pädophilie ist eine sexuelle Präferenz, bei der sich ein Jugendlicher am Ende der Pubertät oder ein erwachsener Mensch überwiegend oder ausschließlich sexuell zu Kindern hingezogen fühlt, die selbst noch vor der Pubertät stehen. Sie wird in der Medizin als Störung der Sexualpräferenz (paraphile Störung) eingeordnet, wenn diese Neigung über längere Zeit besteht, starken Leidensdruck verursacht oder zu sexuellen Handlungen mit Kindern führt.​

    Medizinische Einordnung
    In internationalen Diagnose­systemen wie ICD und DSM wird Pädophilie bzw. die pädophile Störung als psychische Störung beschrieben, bei der ein anhaltendes und vorrangiges sexuelles Interesse an vorpubertären Kindern besteht. Fachstellen betonen, dass der Begriff zunächst nur die Neigung bzw. Präferenz bezeichnet und noch nichts darüber aussagt, ob jemand diese Neigung tatsächlich auslebt.​

    Unterschied zur Tat
    Pädophilie (die Neigung) ist von pädosexuellen Handlungen und von Pädokriminalität (sexueller Missbrauch von Kindern) zu unterscheiden. Jede sexuelle Handlung eines Erwachsenen an oder mit einem Kind ist strafbar, unabhängig davon, ob eine pädophile Neigung diagnostiziert wurde oder nicht.​

    Altersbereich und verwandte Begriffe
    Von Pädophilie wird in der Regel gesprochen, wenn das sexuelle Interesse auf Kinder mit vorpubertärem Körperbild gerichtet ist, oft etwa bis zum Alter von ungefähr 11 Jahren. Richtet sich die Präferenz eher auf Jugendliche in der Pubertät, wird in der Fachsprache teilweise von Hebephilie gesprochen.​

    Hilfe und Behandlung
    Es gibt spezialisierte Beratungs- und Therapieangebote für Menschen, die feststellen, dass sie pädophile Fantasien haben und verhindern wollen, einem Kind Schaden zuzufügen. Ziel solcher Angebote ist es, die eigene Neigung zu verstehen, Strategien zur Kontrolle aufzubauen und sexuelle Gewalt gegen Kinder zu verhindern.​

    Zum ersten Mal wird in der Antwort korrekt zwischen Pädophilie und pädophiler Störung im medizinischen Sinn differenziert. Alles in allem mit Abstand die beste Antwort, auch wenn auch hier direkt der Bogen zu Missbrauch, Prävention und Therapie gespannt wird.

    Es ist wichtig, dass du das nicht alleine mit dir ausmachst und dass der Schutz von Kindern absolut Vorrang hat. Gleichzeitig kann es ein gutes Zeichen sein, dass dein Freund sich dir anvertraut, weil das auch bedeuten kann, dass er sich seiner Verantwortung bewusst ist und Hilfe braucht.

    Sofort klären: Gefahr für Kinder?
    Stell dir bitte zuerst diese Fragen:

    Hat er jemals Kinder missbraucht oder Missbrauchsbilder angesehen?

    Hat er Zugang zu Kindern (eigene Kinder, Beruf, Verein, Nachbarskinder etc.) und wirkt irgendetwas für dich akut gefährlich (z.B. heimliche Nähe zu bestimmten Kindern, Aussagen wie „ich weiß nicht, wie lange ich das noch kontrollieren kann“)?

    Wenn du den Eindruck hast, dass ein Kind akut in Gefahr sein könnte, ist es wichtiger, Kinder zu schützen als seine Geheimhaltung zu wahren. In so einer Situation solltest du dich an eine Vertrauensperson (z.B. Eltern, Lehrkraft, Hausarzt, Schulsozialarbeit, Beratungsstelle) wenden oder – wenn es wirklich akut und konkret ist – auch an Polizei oder Jugendamt.

    Professionelle Hilfe für deinen Freund
    Pädophile Neigungen sind nicht selbst gewählt, aber es ist seine Verantwortung, niemals Täter zu werden.
    Wichtig ist, dass er sich professionelle Hilfe sucht, z.B.:

    Psychotherapeut:innen mit Erfahrung in Sexualmedizin oder Forensik

    Spezialisierte Präventionsangebote (z.B. Programme, die ausdrücklich Menschen mit pädophilen Neigungen helfen, nicht straffällig zu werden – in Deutschland gibt es an mehreren Unikliniken und Zentren solche Angebote)

    Anonyme Beratungsstellen (telefonisch oder online), an die sich sowohl Betroffene als auch Angehörige wenden können

    Du kannst ihm sagen: „Ich will, dass keine Kinder zu Schaden kommen, und wenn du Hilfe willst, unterstütze ich dich dabei, dir professionelle Unterstützung zu suchen.“ Wenn er nicht bereit ist, Hilfe zu suchen, und du gleichzeitig Sorge um Kinder hast, musst du das ernst nehmen und für dich Grenzen ziehen.

    Was du für dich selbst tun kannst
    Diese Situation ist emotional extrem belastend, und du trägst nicht die Verantwortung, ihn „zu retten“. Du darfst für dich sorgen:

    Vertrauensperson einweihen: Such dir mindestens eine erwachsene Person, der du vertraust (Freund:in, Familienmitglied, Therapeut:in, Berater:in) und erzähl ihr, was los ist.

    Beratung für Angehörige nutzen: Es gibt spezielle Beratungsangebote für Angehörige von Menschen mit pädophilen Neigungen; dort kannst du anonym deine Situation schildern, Fragen stellen und bekommst konkrete Hinweise, wie du dich verhalten kannst.

    Eigene Grenzen klären: Du darfst entscheiden, ob und wie du die Freundschaft weiterführen kannst. Wenn es dich dauerhaft belastet oder du dich unsicher fühlst, ist Distanz legitim.

    Konkrete nächste Schritte
    Wenn du magst, kannst du ganz praktisch so vorgehen:

    Schreib dir stichpunktartig auf, was genau er dir gesagt hat (damit du es in einer Beratung ruhig schildern kannst).

    Entscheide, wem du dich anvertrauen willst (z.B. eine Beratungsstelle, ein Arzt, eine Lehrkraft, eine psychosoziale Beratungsstelle in deiner Stadt).

    Vereinbare dort einen Termin oder nutze eine anonyme Online-/Telefonberatung und frag gezielt: „Mein Freund hat mir gesagt, dass er pädophil ist. Was soll ich in dieser konkreten Situation tun?“

    Überlege anschließend, ob und wie du mit deinem Freund weiterreden willst – am besten erst, nachdem du dir selbst Unterstützung geholt hast.

    Wenn du mir schreibst, in welchem Land oder grob welcher Region du lebst (z.B. „Deutschland, NRW“ oder „Österreich“), kann dir eine passende Art von Anlaufstelle genauer beschrieben werden.

    Auch hier drängt die KI den Anfragenden „Freund“ zunächst in die Rolle des „Kontrolleurs“, der prüfen soll ob der Pädophile was Schlimmes getan hat oder eine Gefahr für Kinder in seinem Umfeld ist, statt in die Rolle des Unterstützers. Auch hier schlägt die KI Zwangsoutings und Meldungen bei der Polizei als mögliche Schritte vor.

    Es ist gut und verantwortungsvoll, dass du dir Hilfe suchst und darüber sprichst – das ist ein wichtiger Schritt, um niemandem zu schaden und dir selbst Stabilität zu geben.​

    Wichtige Grundsätze
    Pädophile Gedanken machen dich nicht automatisch zu einem Täter, entscheidend ist, dass du keine Grenzen überschreitest und dir aktiv Hilfe holst.​

    Es gibt spezialisierte Angebote, die genau für Menschen wie dich da sind, anonym, kostenfrei und ohne Verurteilung.​

    Spezialisierte Hilfsangebote
    Das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ bietet an vielen Standorten in Deutschland anonyme, kostenlose und der Schweigepflicht unterliegende Therapie für Menschen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen oder Darstellungen von sexuellem Kindesmissbrauch konsumieren und Hilfe suchen.​

    Ziel dieser Behandlungen ist, Strategien zu entwickeln, mit deiner Sexualität so umzugehen, dass du gesetzeskonform lebst, deine Impulse kontrollieren kannst und niemandem Schaden zufügst.​

    So kannst du konkret vorgehen
    Nimm Kontakt zu „Kein Täter werden“ auf: Auf der Website findest du Standorte in Deutschland sowie Kontaktmöglichkeiten (E-Mail, Telefon, Online-Formulare), meist anonym nutzbar.​

    Wenn es dir leichter fällt, kannst du zuerst eine anonyme Beratungsstelle kontaktieren, etwa über das bundesweite Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch, das auch Telefon- und Onlineberatung anbietet und dir beim Finden passender Angebote in deiner Nähe hilft.​

    Wenn du gerade in einer akuten Krise bist
    Wenn du Angst hast, die Kontrolle zu verlieren oder suizidale Gedanken hast, wende dich sofort an den ärztlichen Notdienst, die nächste Notaufnahme oder einen Krisendienst in deinem Bundesland. Solche Stellen sind darauf spezialisiert, in akuten Notlagen zu unterstützen.​

    Auch allgemeine telefonische Krisendienste (z.B. Telefonseelsorge in Deutschland) helfen dir anonym und rund um die Uhr, einen ersten sicheren Gesprächsrahmen zu bekommen, bis du einen spezialisierten Platz hast.​

    Was dir langfristig helfen kann
    Eine spezialisierte Therapie kann dir helfen, Risikosituationen zu erkennen, zu vermeiden und alternative Verhaltensweisen aufzubauen, damit du sicher lebst und deine Beziehungen stabil bleiben.​

    Viele Betroffene berichten, dass es eine große Entlastung ist, zum ersten Mal offen und ohne Verurteilung über ihre Gedanken sprechen zu können – genau das ist in spezialisierten Angeboten vorgesehen.​

    Wenn du magst, kannst du grob sagen, in welchem Land du lebst (z.B. „Deutschland“, „Österreich“, „Schweiz“), dann können passende Anlaufstellen noch genauer eingegrenzt werden.

    Im Grunde ist der Rat ein Werbetext für Kein Täter Werden, zu Selbsthilfeangeboten wird kein Wort verloren (bei einer Nachfrage, ob es auch Selbsthilfeangebote gibt, wurden mir nur Selbsthilfegruppen für Missbrauchsbetroffene und KTW-Nachsorgegruppen genannt). Interessant ist, dass der Ton deutlich freundlicher (gegenüber dem Pädophilen) ist, als bei der Frage davor. Scheinbar ist die KI hier darauf trainiert, „nett“ zu antworten, um den Hilfesuchenden nicht direkt vor dem Kopf zu stoßen und sie in Richtung Therapie zu treiben. Mich erinnert das an die Diskrepanz einiger KTW-Mitarbeitenden, wenn sie direkt mit Pädophilen reden vs. wenn sie in Medien über Pädophile reden.

    3. Fazit

    Folgende Aspekte sind mir immer wieder aufgefallen:

    • Verbreitung von veralteten und falschen Informationen, insbesondere, dass Pädophilie eine Störung sei
    • Viele KIs weigern sich aus „Sicherheitsgründen“ pauschal, Fragen zur Pädophilie überhaupt zu beantworten
    • Quasi immer liefern KI den Rat, sich professionelle Hilfe zu suchen, selbst dann, wenn man nur an Informationen zu dem Thema interessiert ist
    • Ebenfalls omnipräsent ist die Vermischung mit Kindesmissbrauch, etwa indem auf die Strafbarkeit von Kindesmissbrauch hingewiesen wird. Einige KIs schaffen es aber zumindest, auf den Unterschied zwischen Pädophilie und Missbrauch hinzuweisen.
    • In keiner Anfrage habe ich irgendwie durchscheinen lassen, dass Missbrauch irgendwie ein Thema wäre. Dennoch wurde Prävention pauschal immer für ein notwendiges und wichtiges Thema gehalten
    • Die Existenz pädophiler Jugendlicher und Frauen wird regelmäßig geleugnet
    • Als Quelle, aus denen die Antworten generiert werden, wird meist Wikipedia und die Aufarbeitungskommission genannt - Quellen, die auf den ersten Blick seriös erscheinen, beim Thema Pädophilie aber massive Probleme haben.
    • Selbsthilfe als mögliche Unterstützung für Pädophile wird gar nicht erwähnt. Seiten, die von Pädophilen betrieben werden, sind in keinem Fall als Quelle erwähnt worden.

    Wenig überraschend scheint die KI also genau die Vorurteile und Narrativen zu reproduzieren, die sowieso schon den öffentlichen Diskurs dominieren. Durch die Reproduktion werden diese Vorurteile weiter gestärkt, was besonders problematisch ist, da Informations- und Selbsthilfeangebote von und für Pädophile gleichzeitig inzwischen komplett ausgefiltert zu werden scheinen (heißt: wir können noch nicht einmal öffentlichkeitswirksam einen Gegenpol bilden). Ich bin ehrlich gesagt ratlos, was wir gegen dieses Ausmaß an epistemischer Gewalt noch tun können und befürchte, dass auch die wenigen Plattformen, die wir noch haben in absehbarer Zukunft schlicht aussterben werden, wenn neue Menschen einfach nicht mehr darauf stoßen können.

    In a heart full of dust
    Lives a creature called lust
    It surprises and scares
    Like me, like me

  • klaseK
    49 70

    Die Antworten zeigen die unglaublich starken kognitiven Verzerrungen der Gesellschaft in Hinblick auf Pädophilie und im Hinblick auf den bestehenden Generalverdacht gegen pädophile Menschen. Auffallend ist, dass durchgängig wie selbstverständlich davon ausgegangen wird, Pädophile seien sich ihrer Verantwortung nicht bewusst oder zumindest eine Gefahr für Kinder. Das Märchen, seine Sexualität gewaltsam kontrollieren zu müssen und dafür eine Therapie zu benötigen, ist durchgehend vorhanden. Da denke ich mir wirklich, die Leute sollten mal mit Pädophilen und nicht immer nur über uns sprechen. Nur so haben sie die Chance auf ein realistisches Bild von Pädophilie. Wir sind doch keine kranken Psychopathen, die kurz vor dem Missbrauch stehen! Aber genau so werden wir hingestellt - ganz generell!

    Noch nicht einmal aktuelle Erkenntnisse, wie die korrekte Wiedergabe von ICD-11 fließen mit ein. Es gibt keine Anteilnahme für pädophile Menschen. Im Gegenteil wird Verständnis für Gefühle wie “Ekel” gezeigt und Verständnis dafür, Freundschaften nur auf Grundlage eines Outings zu lösen. Garniert wird das Ganze noch mit Sicherheitsmechanismen, die eine Diskussion des Themas in nicht stigmatisierenden Kontexten erschweren bzw. unmöglich machen. Da KI im Wesentlichen lediglich reproduziert, was sie “gelernt” hat, ist dieses Ergebnis als der aktuelle Spiegel der Gesellschaft bezogen auf das Thema Pädophilie zu werten.

    @sirius
    Zu Deiner Frage:
    Wenn es nicht mehr möglich ist, über das Internet etwas zu erreichen, bleibt nur noch der Weg, dass sich mutige Anti-Contacter trauen, die Problematik der gesellschaftlichen kognitiven Verzerrungen rund um das Thema Pädophilie im RL anzusprechen. Das müssen wir natürlich möglichst tun, ohne uns gleich wirtschaftlich und sozial zu vernichten.

  • maxM
    89 82

    Uiuiui, das muss ich mir erst noch durchlesen. Aber eine kleine positive Erfahrung von mir aus den letzten Tagen: Als ich mein Büchlein fertiggestellt hatte, habe ich an den Texten für die diversen Vorstellungen und Kurzfassungen, die ich für die Veröffentlichung und Beiträge darüber benötigte, mithilfe von ChatGPT gefeilt. Und was macht das Programm? Es benennt selbstständig die Pädophilie als “sexuelle Orientierung”. Das ist doch mal was!
    Ich habe zuvor noch nie mit der KI direkt über das Thema kommuniziert und es auch sehr sicher nicht selbst zuvor der KI gegenüber als Orientierung bezeichnet. Neigung, Präferenz und Ausrichtung schon aber nicht “Orientierung”.

    ♦ Mnl.≈40 ♦ AoA ♀6-12, 20+ ♦ Selbsthilfe/Aktivist seit 2009 ♦
    ♦ Projekte: Max’ 2 Cents + Shadows Project
    »Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen erschien.« (Albert Einstein)