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  • Die Pro-Cs haben uns die Zukunft gestohlen

    Verschoben
    Öffentliche Diskussionen
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    SiriusS
    257 429

    Ursprünglich wollte ich das ja hier posten, aber eigentlich ist das einen eigenen Thread wert.

    Ich bin eben auf ein bemerkenswertes Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität (AHS) e. V. von 1988/1989 gestoßen: https://web.archive.org/web/20140410162832/http://www.ahs-online.de/wb/pages/veroeffentlichungen/sexualitaet-zwischen-kind-und-erwachsenen.php

    Dort finden sich einige bezeichnende Zitate:

    Alle, die als Erzieher, Sozialarbeiter, Betreuer, Eltern, Wissenschaftler oder Pädophile mit kindlicher Sexualität zu tun haben, werden feststellen, dass Kinder bezüglich ihrer sexuellen Empfindungen und Aktivitäten weder Gut noch Böse kennen, sofern ihnen dies nicht anerzogen wurde

    Klar, als Pädophiler ist es ja völlig normal, dass man „mit kindlicher Sexualität“ zu tun hat. Und ja, die AHS meint mit dieser Formulierung Pädophile, die Kinder missbrauchen.

    So sind Pädophile im Bewusstsein der Öffentlichkeit Personen, die sich einer Beziehung zu gleichrangigen Älteren nicht gewachsen fühlen und deshalb auf die machtloseren, verfügbareren Kinder ausweichen und diese sexuell ausbeuten.

    So sehr sich diese Vorstellungen auf einzelne tatsächliche Vorkommnisse und traumatische Kindheitserlebnisse begründen mögen, und so sehr auch das Ausleben von Macht oder Aggressivität in pädophilen Kontakten eine Rolle spielen kann, so falsch ist es, diese Vorstellungen den pädophilen Menschen allgemein zuzuschreiben. Es soll nicht bestritten werden, dass es Pädophile gibt, die unverantwortlich handeln, die Macht missbrauchen und Gewalt ausüben. Bei einem verantwortlich handelnden Pädophilen, der das Kind achtet, stehen die Anziehungskraft, die manches Mädchen, mancher Junge auf ihn ausübt, und die Zuneigung zum Kind in Wechselwirkung und verhindern einen Machtmissbrauch.

    Die AHS sagte also ähnliches, wie wir heute, nämlich dass Pädophile nicht automatisch Missbrauchstäter sind, meinte damit aber etwas völlig anderes: nämlich, dass „einvernehmliche“ Taten durch „verantwortlich handelnde“ Pädophile ja gar keine Gewalttaten seien und völlig zu Unrecht bestraft werden.

    Pädophile Menschen sind sehr unterschiedlich. Bei aller Vielfalt treffen aber folgende Aussagen mehr oder weniger stark auf alle pädophilen Männer und Frauen zu: […] Sie haben oder erstreben eine freundschaftliche Beziehung zu Kindern, welche zwar nicht notwendigerweise sexuelle Kontakte beinhaltet, solche aber zumindest nicht ausschließt.

    Kein einziger Pädophiler schließt laut AHS also echte sexuelle Kontakte zu Kindern pauschal aus. Alle Pädophile, die Kontakt zu Kindern haben, missbrauchen diese entweder oder würden dies gerne tun. Normalerweise gehören solche Aussagen zu der übelsten Hetze gegen uns, und hier kommen sie direkt von pädophilen Aktivisten, die meinen, damit etwas Positives über Pädophile zu sagen.

    Pädophilie ist, wie jede andere erotisch-sexuelle Orientierung, an sich weder eine Krankheit noch eine Perversion noch ein Verbrechen. Pädophilie ist ihrem Wesen nach eine - wenn auch weitgehend missverstandene und daher abgelehnte - zwischenmenschliche Beziehungsform.

    Hier dasselbe: grundsätzlich richtige und antistigmatisierende Aussagen wie „Pädophilie ist kein Verbrechen“ werden so gedeutet, dass an Sex mit Kindern grundsätzlich nichts Schlimmes ist.

    Ich könnte noch weitere Beispiele nennen, auch von anderen Gruppen und Aktivisten. Über Jahrzehnte hinweg waren solche Botschaften die prominenten Äußerungen von Leuten, die sich selber als pädophil bezeichnet haben. Die AHS hatte zu ihren Glanzzeiten mehr Reichweite und Einfluss als sämtliche Anti-C-Organisationen von heute zusammen genommen. Und auch wenn Pädophilie nie wirklich gesellschaftskonform war, so war das Stigma in den 70ern und 80ern doch deutlich geringer als heute. Damals traten Pro-C Pädophile offen auf politischen Veranstaltungen auf; vor Bundestagsausschüssen wurden Leute eingeladen, die behaupteten, dass Sex mit Kindern keine negativen Folgen habe; offen pädophile Pro-C-Aktivisten konnten (mit Klarnamen) ihre Thesen in renommierten Zeitschriften wie der taz verbreiten; und der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes war gleichzeitig Mitglied in der AHS. All das ist heute unvorstellbar (man stelle sich vor, was los wäre, wenn eine Führungskraft des Kinderschutzbundes heute SuH beitreten würde).

    Bei aller berechtigten Wut an dem Stigma müssen wir uns auch eingestehen, dass ein Teil der Ursache dafür ist, dass Menschen, die angaben sich für Pädophile einzusetzen Jahrzehntelang verheerende Botschaften gepredigt habten:

    • Wenn Medien heute von „pädophilen Forderungen“ oder (im Bezug auf Missbrauch) von „pädophilen Handlungen“ sprechen, dann auch deshalb, weil das Pro-C-Aktivisten lange Zeit selber so gesagt haben;
    • Wenn heute Pädophilie mit Missbrauch gleichgesetzt wird, dann auch, weil Pro-C-Aktivisten diese Gleichsetzung jahrzehntelang verfestigt haben, anstatt dies anzugreifen;
    • Wenn uns heute niemand zuhört und unsere Redefreiheit angegriffen wird, dann auch, weil unsere Argumente oberflächlich betrachtet gewisse Ähnlichkeiten mit den Argumantationsstrukturen der Pro-Cs aufweisen.

    f0af35f7-6fed-4175-8b55-ab2e81e2bf56-image.png

    In a heart full of dust
    Lives a creature called lust
    It surprises and scares
    Like me, like me

  • Lu ErkerL Lu Erker verschob dieses Thema von Öffentlicher Bereich
  • Ursprünglich wollte ich das ja hier posten, aber eigentlich ist das einen eigenen Thread wert.

    Ich bin eben auf ein bemerkenswertes Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität (AHS) e. V. von 1988/1989 gestoßen: https://web.archive.org/web/20140410162832/http://www.ahs-online.de/wb/pages/veroeffentlichungen/sexualitaet-zwischen-kind-und-erwachsenen.php

    Dort finden sich einige bezeichnende Zitate:

    Alle, die als Erzieher, Sozialarbeiter, Betreuer, Eltern, Wissenschaftler oder Pädophile mit kindlicher Sexualität zu tun haben, werden feststellen, dass Kinder bezüglich ihrer sexuellen Empfindungen und Aktivitäten weder Gut noch Böse kennen, sofern ihnen dies nicht anerzogen wurde

    Klar, als Pädophiler ist es ja völlig normal, dass man „mit kindlicher Sexualität“ zu tun hat. Und ja, die AHS meint mit dieser Formulierung Pädophile, die Kinder missbrauchen.

    So sind Pädophile im Bewusstsein der Öffentlichkeit Personen, die sich einer Beziehung zu gleichrangigen Älteren nicht gewachsen fühlen und deshalb auf die machtloseren, verfügbareren Kinder ausweichen und diese sexuell ausbeuten.

    So sehr sich diese Vorstellungen auf einzelne tatsächliche Vorkommnisse und traumatische Kindheitserlebnisse begründen mögen, und so sehr auch das Ausleben von Macht oder Aggressivität in pädophilen Kontakten eine Rolle spielen kann, so falsch ist es, diese Vorstellungen den pädophilen Menschen allgemein zuzuschreiben. Es soll nicht bestritten werden, dass es Pädophile gibt, die unverantwortlich handeln, die Macht missbrauchen und Gewalt ausüben. Bei einem verantwortlich handelnden Pädophilen, der das Kind achtet, stehen die Anziehungskraft, die manches Mädchen, mancher Junge auf ihn ausübt, und die Zuneigung zum Kind in Wechselwirkung und verhindern einen Machtmissbrauch.

    Die AHS sagte also ähnliches, wie wir heute, nämlich dass Pädophile nicht automatisch Missbrauchstäter sind, meinte damit aber etwas völlig anderes: nämlich, dass „einvernehmliche“ Taten durch „verantwortlich handelnde“ Pädophile ja gar keine Gewalttaten seien und völlig zu Unrecht bestraft werden.

    Pädophile Menschen sind sehr unterschiedlich. Bei aller Vielfalt treffen aber folgende Aussagen mehr oder weniger stark auf alle pädophilen Männer und Frauen zu: […] Sie haben oder erstreben eine freundschaftliche Beziehung zu Kindern, welche zwar nicht notwendigerweise sexuelle Kontakte beinhaltet, solche aber zumindest nicht ausschließt.

    Kein einziger Pädophiler schließt laut AHS also echte sexuelle Kontakte zu Kindern pauschal aus. Alle Pädophile, die Kontakt zu Kindern haben, missbrauchen diese entweder oder würden dies gerne tun. Normalerweise gehören solche Aussagen zu der übelsten Hetze gegen uns, und hier kommen sie direkt von pädophilen Aktivisten, die meinen, damit etwas Positives über Pädophile zu sagen.

    Pädophilie ist, wie jede andere erotisch-sexuelle Orientierung, an sich weder eine Krankheit noch eine Perversion noch ein Verbrechen. Pädophilie ist ihrem Wesen nach eine - wenn auch weitgehend missverstandene und daher abgelehnte - zwischenmenschliche Beziehungsform.

    Hier dasselbe: grundsätzlich richtige und antistigmatisierende Aussagen wie „Pädophilie ist kein Verbrechen“ werden so gedeutet, dass an Sex mit Kindern grundsätzlich nichts Schlimmes ist.

    Ich könnte noch weitere Beispiele nennen, auch von anderen Gruppen und Aktivisten. Über Jahrzehnte hinweg waren solche Botschaften die prominenten Äußerungen von Leuten, die sich selber als pädophil bezeichnet haben. Die AHS hatte zu ihren Glanzzeiten mehr Reichweite und Einfluss als sämtliche Anti-C-Organisationen von heute zusammen genommen. Und auch wenn Pädophilie nie wirklich gesellschaftskonform war, so war das Stigma in den 70ern und 80ern doch deutlich geringer als heute. Damals traten Pro-C Pädophile offen auf politischen Veranstaltungen auf; vor Bundestagsausschüssen wurden Leute eingeladen, die behaupteten, dass Sex mit Kindern keine negativen Folgen habe; offen pädophile Pro-C-Aktivisten konnten (mit Klarnamen) ihre Thesen in renommierten Zeitschriften wie der taz verbreiten; und der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes war gleichzeitig Mitglied in der AHS. All das ist heute unvorstellbar (man stelle sich vor, was los wäre, wenn eine Führungskraft des Kinderschutzbundes heute SuH beitreten würde).

    Bei aller berechtigten Wut an dem Stigma müssen wir uns auch eingestehen, dass ein Teil der Ursache dafür ist, dass Menschen, die angaben sich für Pädophile einzusetzen Jahrzehntelang verheerende Botschaften gepredigt habten:

    • Wenn Medien heute von „pädophilen Forderungen“ oder (im Bezug auf Missbrauch) von „pädophilen Handlungen“ sprechen, dann auch deshalb, weil das Pro-C-Aktivisten lange Zeit selber so gesagt haben;
    • Wenn heute Pädophilie mit Missbrauch gleichgesetzt wird, dann auch, weil Pro-C-Aktivisten diese Gleichsetzung jahrzehntelang verfestigt haben, anstatt dies anzugreifen;
    • Wenn uns heute niemand zuhört und unsere Redefreiheit angegriffen wird, dann auch, weil unsere Argumente oberflächlich betrachtet gewisse Ähnlichkeiten mit den Argumantationsstrukturen der Pro-Cs aufweisen.

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    nixdaN
    127 85

    @Sirius sagte in Die Pro-Cs haben uns die Zukunft gestohlen:

    “Bei aller berechtigten Wut an dem Stigma müssen wir uns auch eingestehen, dass ein Teil der Ursache dafür ist, dass Menschen, die angaben sich für Pädophile einzusetzen Jahrzehntelang verheerende Botschaften gepredigt habten”

    Das wäre nicht unser Problem, wenn weite Teile der Öffentlichkeit (insbes. Medienschaffende und Politiker), diese Narrative nicht unentwegt reproduzierten und sich damit - bzgl. Verallgemeinerung und Sippenhaftung - nicht genauso verhalten würden, wie damalige Pro-C-Aktivisten.

    Btw: Wie lief das damals eigentlich in anderen westeuropäischen Ländern und den USA, Kanada und Australien? Sind Pro-C-Aktivisten dort in ähnlicher Weise in Erscheinung getreten?

  • SiriusS
    257 429

    Ich kenne mich mit der internationalen Pro-C-Bewegung nicht so gut aus, aber soweit ich weiß gab es ähnliche Bemühungen in vielen Ländern. In Großbrittanien gab es zum Beispiel PIE (Paedophile Information Exchange). Tom O’Carroll, im Grunde so etwas wie ein britischer Gieseking, war im Vorstand des Vereins und publiziert bis heute noch auf seinem Blog. In den USA gab es NAMBLA (North American Man/Boy Love Association), die auch bis heute (wenn auch nur noch als Schatten ihrer früheren Größe) existieren. Besonders groß war die Pro-C-Szene in den Niederlanden, mit Frits Bernard und Edward Brongersma als Aushängeschilder. Die niederländische Szene war so etwas wie ein Vorbild für die deutsche Pro-C-Szene, es gab zB regen Austausch mit der DSAP (Deutsche Studien- und Arbeitsgemeinschaft Pädophilie e. V., die Vorgängerorganisation der AHS).

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  • maxM
    144 97

    Ja der Gedanke verfolgt mich auch schon eine Weile: wir löffeln zu großen Teilen die Suppe aus, die uns die Pro-Contacter eingebrockt haben.

    ♦ Mnl.≈40 ♦ AoA ♀6-12, 20+ ♦ Selbsthilfe/Aktivist seit 2009 ♦
    ♦ Projekte: Max’ 2 Cents + Shadows Project
    »Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen erschien.« (Albert Einstein)

  • Ich kenne mich mit der internationalen Pro-C-Bewegung nicht so gut aus, aber soweit ich weiß gab es ähnliche Bemühungen in vielen Ländern. In Großbrittanien gab es zum Beispiel PIE (Paedophile Information Exchange). Tom O’Carroll, im Grunde so etwas wie ein britischer Gieseking, war im Vorstand des Vereins und publiziert bis heute noch auf seinem Blog. In den USA gab es NAMBLA (North American Man/Boy Love Association), die auch bis heute (wenn auch nur noch als Schatten ihrer früheren Größe) existieren. Besonders groß war die Pro-C-Szene in den Niederlanden, mit Frits Bernard und Edward Brongersma als Aushängeschilder. Die niederländische Szene war so etwas wie ein Vorbild für die deutsche Pro-C-Szene, es gab zB regen Austausch mit der DSAP (Deutsche Studien- und Arbeitsgemeinschaft Pädophilie e. V., die Vorgängerorganisation der AHS).

    nixdaN
    127 85

    Hm, interessant. Also in der DDR gab es soetwas natürlich nicht. Dort wurde an dem Konsens, daß SKM, Kinder psychisch und physisch gefährdet, in keiner Weise gerüttelt. Sexueller Kindesmißbrauch, wurde in der Serie “Polizeiruf 110”, auch schon viel früher thematisiert, als in westdeutschen Krimiserien.

    Es gab natürlich auch Zeitschriftenartikel, die kindliche Sexualität zum Thema hatten. Kann mich dabei auch an einen Artikel aus den 80`ern erinnern, in dem stand, daß “manche Väter sich lieber eine Tochter wünschen” (dem Kontext war zu entnehmen, daß damit die sexuelle Ansprechbarkeit auf Kinder/Jugendliche gemeint war - ohne jedoch diese Ansprechbarkeit pauschal zu problematisieren, oder gar Übergriffe daraus abzuleiten).

  • Hm, interessant. Also in der DDR gab es soetwas natürlich nicht. Dort wurde an dem Konsens, daß SKM, Kinder psychisch und physisch gefährdet, in keiner Weise gerüttelt. Sexueller Kindesmißbrauch, wurde in der Serie “Polizeiruf 110”, auch schon viel früher thematisiert, als in westdeutschen Krimiserien.

    Es gab natürlich auch Zeitschriftenartikel, die kindliche Sexualität zum Thema hatten. Kann mich dabei auch an einen Artikel aus den 80`ern erinnern, in dem stand, daß “manche Väter sich lieber eine Tochter wünschen” (dem Kontext war zu entnehmen, daß damit die sexuelle Ansprechbarkeit auf Kinder/Jugendliche gemeint war - ohne jedoch diese Ansprechbarkeit pauschal zu problematisieren, oder gar Übergriffe daraus abzuleiten).

    Lu ErkerL
    165 68

    Dafür wurde der Missbrauch im Osten bisweilen systematisiert … und gegen ihn vorgegangen wurde auch nicht. Es galt als etwas böses das es im Perfekten Osten ja nicht geben kann… Entsprechend wurde das viel unter den Teppich gekehrt. Ja es gab keine so aktive Pro-C Szene, auch weil sie sich da halt nicht an die Gays anschließen konnten.

  • Dafür wurde der Missbrauch im Osten bisweilen systematisiert … und gegen ihn vorgegangen wurde auch nicht. Es galt als etwas böses das es im Perfekten Osten ja nicht geben kann… Entsprechend wurde das viel unter den Teppich gekehrt. Ja es gab keine so aktive Pro-C Szene, auch weil sie sich da halt nicht an die Gays anschließen konnten.

    nixdaN
    127 85

    Was meinst du mit “systematisiert”? Klar gab es Mißbrauch auch in Kinder-/Jugendeinrichtungen im Osten - genauso wie im Westen. Ich glaube nicht, daß es zur damaligen Zeit, dabei größere Unterschiede zwischen Ost und West gab - auch nicht hinsichtlich des Vorgehens dagegen und des unter den Teppich Kehrens. Trotzdem gab es den oben beschriebenen Konsens und die mediale Thematisierung von SKM.

  • Was meinst du mit “systematisiert”? Klar gab es Mißbrauch auch in Kinder-/Jugendeinrichtungen im Osten - genauso wie im Westen. Ich glaube nicht, daß es zur damaligen Zeit, dabei größere Unterschiede zwischen Ost und West gab - auch nicht hinsichtlich des Vorgehens dagegen und des unter den Teppich Kehrens. Trotzdem gab es den oben beschriebenen Konsens und die mediale Thematisierung von SKM.

    Lu ErkerL
    165 68

    muss jetzt die Stelle aus dem Kämpf Beitrag raus suchen die hat zu dem Thema ne Aufarbeitung von Ost und West gemacht … naja eigentlich allgemein zu Pädophilie und wie es diskutiert wurde seit der “Erfindung” des Begriffes. TLDR das unter den Teppich kehren hatte im Osten deutlich mehr System und es gab auch Stellen vom Staat wo das bewusst akzeptiert bis evtl. sogar gefördert wurde. (Wie auch die Trennung von Kind und Eltern usw. Allgemein durch extremere Macht Ungleichheit die in der DDR üblicher waren wird sowas auch häufiger)

  • muss jetzt die Stelle aus dem Kämpf Beitrag raus suchen die hat zu dem Thema ne Aufarbeitung von Ost und West gemacht … naja eigentlich allgemein zu Pädophilie und wie es diskutiert wurde seit der “Erfindung” des Begriffes. TLDR das unter den Teppich kehren hatte im Osten deutlich mehr System und es gab auch Stellen vom Staat wo das bewusst akzeptiert bis evtl. sogar gefördert wurde. (Wie auch die Trennung von Kind und Eltern usw. Allgemein durch extremere Macht Ungleichheit die in der DDR üblicher waren wird sowas auch häufiger)

    nixdaN
    127 85

    Kann man so oder so sehen. Dafür hatten die Eltern dann weniger Macht über ihre Kinder (was in dem Bereich vlt. sogar mißbrauchsverhindernd gewirkt haben kann).
    Und wenn man bedenkt, was in Kinder und Jugendheimen bzw. -einrichtungen im Westen, gerade bis in die `70 er Jahre hinein, so abging, ist kaum vorstellbar, daß das in der DDR an den Stellen insgesamt schlimmer gewesen sein soll. Extreme Einzelfälle gab und gibt es natürlich immer.