breaky (@breaky)
Ich bin männlich, ein Kind der frühen 90er, bisexuell und nicht-exklusiv pädophil. Als Aktivist möchte ich einen Beitrag zur Aufklärung und Entstigmatisierung des Themas Pädophilie leisten.
Nebenbei bin ich noch: Metalhead, Motorsportfan, Whiskey-Liebhaber, Antitheist und neurodivergent (Autismus und ADHS).
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Gegen das Puppenverbot
Öffentliche DiskussionenPuppen sollten, logisch betrachtet, keinesfalls darunter fallen, da bei der Nutzung von Puppen kein eigen- oder fremdgefährdendes Verhalten vorliegt, und die wissenschaftliche Lage zur Nutzung von Puppen ja mittlerweile auch in die Richtung deutet, dass sie fremdgefährdendes Verhalten sogar eher verhindern.
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Gegen das Puppenverbot
Öffentliche Diskussionen@Gast sagte in Gegen das Puppenverbot:
Selbst der Gesetzgeber hat ja nicht einmal ein moralischen Gesetzeszweck angeführt, sondern das hat das BVerfG von sich aus einfach eingebracht, obwohl es dazu gar nicht berechtigt ist.
Das ist nicht ganz korrekt. In der Drucksache 19/23707 steht zum § 184l StGB auf S. 23:
Von der neuen Regelung soll auch ein Signal für die Gesellschaft ausgehen, dass Kinder – seien sie auch nur körperlich nachgebildet – nicht zum Objekt sexueller Handlungsweisen gemacht werden dürfen.
Das ist durchaus auch eine moralische Begründung. Das Problem dabei ist, dass moralische Vorstellungen eben kein legitimes Schutzgut sind:
(S. 13-14, Abschnitt dd)
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Gegen das Puppenverbot
Öffentliche DiskussionenEin extrem wichtiger Punkt wird in den meisten Stellungnahmen/Reaktionen bisher kaum betont: die radikale Neudefinition des Begriffs “Sozialbezug”. Damit steht und fällt nämlich das ganze Urteil.
Offenloch weist in seinem Sondervotum darauf hin, dass laut ständiger Rechtsprechung des BVerfG ein Sozialbezug grundsätzlich nur dann vorliegt, wenn eine Handlung “von sich aus” einen Bezug zu anderen Menschen aufweist, ohne dass dazwischen eine Zäsur in Form einer weiteren notwendigen Entscheidung liegt. Laut der Senatsmehrheit im Puppenurteil liegt ein Sozialbezug jetzt aber anscheinend schon vor, wenn nur die Möglichkeit nicht komplett ausgeschlossen werden kann, dass eine Handlung, die selbst keinen Bezug zu anderen Menschen aufweist, vielleicht mehr Lust machen könnte bzw. Hemmschwellen senken könnte auf eine andere Handlung, die einen Bezug zu anderen Menschen aufweist, aber dafür eine neue Entscheidung benötigt. Das ist eine radikale, geradezu extreme, Neudefinition.
Wäre man bei der bisherigen Definition des Sozialbezugs geblieben, würde die Nutzung von Puppen offensichtlich keinen Sozialbezug aufweisen. Was zur Folge hätte, dass die Nutzung von Puppen in den absolut geschützten Kernbereich privater Lebensgestaltung eingeordnet werden muss. Damit wären alle anderen Punkte irrelevant, da Eingriffe in diesen Kernbereich ausnahmslos verfassungswidrig sind.
Ich habe, soweit ich mich erinnern kann, bisher außer unserer eigenen Stellungnahme vom WsaM-Team noch keine weitere gesehen, in welcher dieser Punkt angesprochen wird.
Ich sehe in dieser radikalen Neudefinition sogar einen (potenziellen) Beweis dafür, dass das Ergebnis von vornherein feststand und man sich die Begründung dann eben zurechtgebogen hat. Es ist zumindest sehr auffällig und wirkt schon geradezu verdächtig, dass man die Nutzung von Puppen nur aus dem Kernbereich privater Lebensgestaltung “entfernen” konnte, indem man in drastischer Weise mit der eigenen bisherigen Rechtsprechung bricht…
Ich würde mir wünschen, dass genau dieser Aspekt nochmal viel stärker betont wird. -
Gegen das Puppenverbot
Öffentliche DiskussionenIch glaube eher, dass er sich nur deswegen so vorsichtig äußert, weil es eben ein verdammt heikles Thema ist, und er keinen Bock auf einen Shitstorm hat. Mit Unsicherheit hat das m. E. nichts zu tun.
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Gegen das Puppenverbot
Öffentliche DiskussionenMit Timestamp: https://www.youtube.com/live/CZiKWSXT9r4?t=3001s
Der “Jura-YouTuber” ist übrigens einer der renommiertesten Anwälte Deutschlands im Bereich Strafrecht
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Gegen das Puppenverbot
Öffentliche DiskussionenEngland ist, was moralisierende Verbote zum “Kinderschutz” angeht, noch ein ganzes Stück krasser als Deutschland. Mittlerweile ist dort z. B. auch Pornografie mit fiktiven Inzest- oder Ageplay-Szenarien verboten - und zwar mit dem Argument, dass derartige Inhalte zu Missbrauch führen würden.
Dass es dabei, und auch bei dem jetzt geplanten Puppenverbot, nicht um Kinderschutz geht, sondern konkret um die Unterdrückung von Pädophilen, wird ja nicht einmal versteckt:
‘I personally don’t like the idea of it,’ she says. ‘The notion that you can safely feed a sexual interest in children sits very uneasily with me, so I think these dolls should be banned.
Übersetzung: “Das muss verboten werden, weil ich das doof und eklig finde!!1!!11!”
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Gegen das Puppenverbot
Öffentliche DiskussionenDiese Heuchelei des BVerfG ist nicht auszuhalten. Verfassungsbeschwerden müssen also perfekt recherchiert sein, aber das Gericht selbst darf dann eine derart miserable Recherchequalität an den Tag legen, für die einen jeder Professor wahrscheinlich am liebsten krankenhausreif prügeln würde?!
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Der Kampf gegen das Stigma
Öffentliche DiskussionenBei “Pädosexualität” kommt zusätzlich noch das Problem dazu, dass der Begriff in unterschiedlichen Bedeutungen genutzt wird. Einerseits gibt es die Bedeutung aus der Sexualwissenschaft, wo “-sexualität” sich immer auf tatsächliche sexuelle Handlungen bezieht. Andere benutzen den Begriff aber einfach als Synonym (und angeblich angemesseneren Begriff) für Pädophilie. Meiner Meinung nach kompletter Unsinn und zudem extrem stigmatisierend, weil diese Verwendung impliziert, dass es bei Pädophilie immer nur um das Sexuelle gehen würde…
Gerne werden in den Medien auch beide Bedeutungen vermischt, dann ist die Verwirrung perfekt. -
Der Kampf gegen das Stigma
Öffentliche DiskussionenGeändert, aber immer noch nicht korrekt… Die Definition von “Pädokriminalität” ist falsch. Pädokriminalität bezeichnet Sexualstraftaten gegen Kinder, egal welche sexuelle Präferenz der Täter hat. Das wird aber dauernd falsch definiert. Ein weiterer Grund, warum dieser Drecksbegriff komplett abgeschafft gehört.
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Gegen das Puppenverbot
Öffentliche DiskussionenEigentlich müssten nach diesem Urteil bei JEDER Person die Alarmglocken läuten, nicht nur bei Pädophilen. Es ist ein Grundsatzurteil, das staatliche Eingriffe in die Masturbationspraktiken der Bürger ohne jegliche wissenschaftliche Evidenz von auch nur einer mittelbaren Schädlichkeit legitimiert. Es muss nur behauptet werden und irgendwie halbwegs plausibel klingen, auch wenn die Begründung tatsächlich komplett erlogen ist. Und notfalls hilft das BVerfG selbst mit, indem es weitere Zusammenhänge erfindet, egal wie realitätsfern sie auch sind.
Das ist ein Todesurteil für “evidenzbasierte Kriminalpolitik”. Die gibt es hier in Deutschland zwar eh nicht wirklich, aber das BVerfG hat mit diesem Urteil klargestellt, dass Evidenz überhaupt nicht notwendig ist, und dass solche staatlichen Eingriffe trotz Beweisen, welche die Begründung geradezu widerlegen, legitim sein können.
Das Urteil ist mehr als nur ein Urteil gegen pädophile Menschen. Das Urteil stellt die Freiheitsrechte der Menschen und damit die Rechtsstaatlichkeit grundsätzlich in Frage. Eigentlich müsste jetzt jeder Mensch, der Wert auf seine Privatspähre legt, geradezu randalieren.
Aber vielen Dank an Herrn Offenloch für das Sondervotum.