Also ich muss schon sagen das er sehr schnell antwortet. Das schätze ich dann doch irgendwo:
Sehr geehrte/r,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Zur Evidenzlage bei Puppen: Sie haben Recht, dass erste Studien vorliegen. Die Befundlage ist allerdings methodisch eingeschränkt – weshalb ich von keiner belastbaren Evidenz sprach. Ob die vorläufigen Ergebnisse eine protektive Wirkung belegen oder lediglich keine unmittelbare Risikoerhöhung nachweisbar ist, bleibt wissenschaftlich offen. Wir verfolgen die Forschung aufmerksam.
Zum Fachbuch: Die Formulierung zum “Schutz der Menschenwürde” gibt die juristische Begründung des Gesetzgebers wieder – nicht unsere politische Haltung. Ein Fachbuch für die psychosoziale Praxis muss die Rechtslage korrekt darstellen, auch wo diese kritisierbar ist.
Zu Ihrer Sorge, es gehe um die “Eliminierung Ihrer Gedankenwelt”: Dies ist weder unser Ziel noch unsere Haltung. Das Buch betont ausdrücklich: “Man ist nicht verantwortlich für seine sexuellen Fantasien, für sein sexuelles Verhalten allerdings schon.” Fantasien werden therapeutisch nicht moralisch bewertet. Dass Sie zu einem anderen Eindruck gelangt sind, lässt mich vermuten, dass Sie sich auf eine Online-Rezension stützen, die mir bekannt ist. Diese arbeitet mit selektiver Zitierung und lässt wesentliche Passagen zur Entstigmatisierung, zur therapeutischen Wertschätzung und zur Unterscheidung von Fantasie und Verhalten aus. Ich empfehle Ihnen, sich selbst ein Bild zu machen.
Sollten Sie irgendwann das Gespräch suchen wollen – nicht über Rechtspolitik, sondern über Ihre persönliche Situation –, steht Ihnen unser Angebot offen.
Mit freundlichen Grüßen