chrissy (@chrissy)
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Pädophile Fantasien "stoppen"
Öffentliche DiskussionenDa bin ich 100% bei dir. Aber ich bin auch bereit in so einer Ausnahmesituation einiges an Fehlern zu verzeihen. Bewusste Irreführung aber geht gar nicht!
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Pädophile Fantasien "stoppen"
Öffentliche DiskussionenBei Corona wurden jede Menge Fehler gemacht. Aber das was gemacht wurde war in jedem Fall besser als nichts zu tun. Solange aus den Fehlern gelernt wird um es bei der nächsten Pandemie besser zu machen kann ich das akzeptieren. Wenn Einzelne wieder besseres Wissen gehandelt haben sollte das für diese Personen Konsequenzen haben, ganz klar. Aber der Staat als ganzes hat seine Aufgabe erfüllt, wenn auch bei weitem nicht perfekt. Aber wer würde das schon erwarten?
Aber genug der Abschweifung, Corona ist nicht wirklich das Thema hier.
Dass die Praxis oft anders aussieht ist mir klar, aber hier geht es um Prinzipien anhand von idealisierten Modellszenarien. Wir müssen uns erst mal darüber klar werden was grundsätzlich die moralisch richtige Handlungsweise wäre bevor wir versuchen dies in der nicht so idealen Realität umzusetzen.
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Pädophile Fantasien "stoppen"
Öffentliche DiskussionenBei Corona wurden viele Fehler gemacht, aber wie du ganz richtig schreibst, das war Neuland. Was aber klar ist: ohne Einschränkungen wäre die Infektionsrate deutlich höher gewesen. Da muss man sich nur mal die Zahlen aus den USA anschauen. Hier hat der Staat trotz aller Fehler seine Aufgabe nach bestem Wissen erfüllt. Hinterher ist man natürlich immer schlauer.
Kritisch darf und sollte man immer sein. Aber berechtigte Kritik ist kein Selbstzweck sondern ein Kontrollinstrument. Und sie sollte immer auf Fakten basieren. Das hat bei vielen Kritikern damals gefehlt.
Unsere Freiheiten sind ein kostbares Gut. Aber es gibt sinnvolle Einschränkungen (so wie das Tempolimit vor dem Kindergarten). Und immer wenn meine Freiheit in Konflikt mit der eines anderen steht muss eine Seite (oder auch beide Seiten) auf einen Teil dieser Freiheit verzichten. Und wenn eine Person dazu nicht bereit ist, ist es Aufgabe des Staates (dem wir das Gewaltmonopol übertragen haben) die bedrohten Freiheiten abzuwägen und die Lösung mit der insgesamt geringsten Einschränkung durchzusetzen.
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Pädophile Fantasien "stoppen"
Öffentliche DiskussionenDas ist es worauf ich hier hinaus wollte.
Ich stimme dir zu, spezielle Einzelfälle sollten, wann immer möglich, berücksichtigt werden. Denn wir gehen ja davon aus dass die Betroffenen ohne eigene Schuld in dieser Situation sind. Damit hat der Staat die gleiche Fürsorgepflicht ihnen gegenüber wie gegenüber der restlichen Bevölkerung die vor den Betroffenen geschützt werden muss.
Auch wenn jeder seine individuellen Moralvorstellungen hat gibt es doch einige universelle Regeln auf die sich so ziemlich alle Menschen einigen können.
Ich finde dass jeder Mensch eine Verantwortung seinen Mitmenschen gegenüber hat. Genauso hat auch der Staat eine Verantwortung seinen Bürgern gegenüber.Wenn dir 95% für einen schweren körperlichen Schaden nicht reichen um 100% Einschränkung der Bewegungsfreiheit aufzuwiegen, wo würdest du in diesem Beispiel die Grenze ziehen? Wie ist das in anderen Fällen? Geschwindigkeitsbegrenzungen schränken doch auch die persönliche Freiheit ein. Findest du Tempo 30 vor einem Kindergarten gerechtfertigt? Wie war das mit den Ausgangssperren oder Maskenpflicht bei Corona? All das sind doch auch pauschale Zwangsmaßnahmen.
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Öffentliche Diskussionen@nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
Auch Modellszenarien sollten halbwegs nachvollziehbar ausgestaltet sein und dazu gehören auch praktische Details.
Insofern sie für die eigentliche Fragestellung relevant sind, schon. Das ist hier aber nicht so ganz der Fall. Daher würde ich die Diskussion gerne auf das Kernproblem zurückführen.
@nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
Hielte ich für keine gute Idee, denn das würde die betroffenen Bewohner, vulnerabler für mögliche politische “Endlösungsbestrebungen” machen. (Stichwort: Warschauer Ghetto)
Valider Einwand in Bezug auf das konkrete Szenario, aber nicht wirklich relevant für die eigentliche Fragestellung:
Von einer klar definierten Gruppe geht eine zweifelsfrei nachgewiesene Gefahr mit hoher individueller Eintrittswahrscheinlichkeit aus. Welche Maßnahmen sind moralisch gerechtfertigt?
Ausgangspunkt waren Pädophile mit Zwangstherapie (bei angenommenem garantierten Erfolg), aber da fehlt ja die hohe Eintrittswahrscheinlichkeit. Daher ist das in der Realität meiner Meinung nach moralisch auf keinen Fall gerechtfertigt.
Grundsätzlich ist die Frage aber interessant, daher mein Versuch das in einem fiktiven Modellszenario vom Ausgangspunkt zu lösen. -
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Öffentliche Diskussionen@Gast sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
Konversionstherapien können auch für Menschen ggf. hilfreich sein
Klassische Konversionstherapie wurde wieder und wieder als unwirksam and sogar extrem schädlich entlarvt. Wovon ich hier rede ist etwas anderes, ein fiktionales Medikament (oder eine medizinische Prozedur) welches das Gehirn auf neuronaler Ebene “umprogrammiert”.
Sollte etwas in der Art jemals existieren wäre das für diejenigen die unter ihrer Pädophilie leiden etwas wunderbares. Eine zwangsweise Anwendung dagegen wirft schwerwiegende ethische Fragen auf. Genau diese Fragen möchte ich hier diskutieren. Aber ehrlich gesagt verstehe ich nicht so ganz was du hier ausdrücken willst.@nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
Mündige Bürger sind (Einsichts- und Steuerungsfähigkeit vorausgesetzt) prinzipiell dazu in der Lage, ein Verantwortungsbewußtsein zu entwickeln
Da stimme ich dir zu. Die Frage ist nur was man mit denen macht die eben nicht verantwortungsbewusst handeln.
@nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
Ob ein Träger überhaupt Kontakt zu (vulnerablen) Personen hat. Wenn diesbzgl. keine Kontakte bestehen, käme das einer Isolation gleich.
Richtig. Aber wer würde freiwillig in kompletter Isolation leben wenn er auch in einer großen Gemeinschaft mit allen Annehmlichkeiten, sozialen Kontakten und (begrenzter) Bewegungsfreiheit leben könnte? Die Quarantäneeinrichtung könnte all das bieten.
@nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
sich im Kontakt zu vulnerablen Personengruppen - sofern räumlicher Abstand nicht ausreicht - in einem Schutzanzug zu bewegen
Und das soll besser sein als die Quarantäneeinrichtung? Vielleicht als Option wenn man die Einrichtung mal kurzzeitig verlassen will, aber doch niemals als Dauerlösung.
Du scheinst hier übrigens wieder der eigentliche Frage mit unnötigen “praktischen” Details auszuweichen. Das ist ein künstliches Modellszenario, solche Einwände sind für das eigentliche Problem irrelevant.@nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
Es gäbe sicher auch Leute, die unter der Isolation in einer Quarantäneeinrichtung leiden würden, oder dadurch sogar suizidgefährdet wären. Sollte man auch bedenken und in die alle Abwägungen einfließen lassen.
Das kommt der Sache schon näher. Aber wenn die Einrichtung entsprechend groß wäre (wie eine kleine Stadt) entsteht hier keine Einsamkeit die solche Konsequenzen haben würde. Zudem könnten für psychische Probleme Therapieangebote zur Verfügung gestellt werden.
Aber etwas allgemeiner gefasst muss man natürlich individuelle Ausnahmereaktionen welcher Art auch immer berücksichtigen. Die Frage ist wie schwerwiegend und wie häufig solche Reaktionen wären. Definitiv ein Punkt der in die Abwägung einfließen muss. -
Pädophile Fantasien "stoppen"
Öffentliche DiskussionenDanke. Tut mir leid wenn ich mit meiner Intention nicht klar genug war.
In Bezug auf Pädophilie bin ich mir nicht sicher ob Isolation da das beste ist. Im ursprünglichen Post war da ja die Rede von einer Therapie welche pädophile Gedanken direkt im Gehirn stoppt. Wenn die wirklich wirksam wäre, und keine signifikanten Nebenwirkungen hat, dann würde ich das glaub ich einer Isolation vorziehen. Zumindest wenn zusätzlich eine Ansprechbarkeit für Erwachsene hergestellt wird und man somit ein ganz normales Sexualleben haben könnte. Bei mir persönlich ist das eh der Fall, aber bei exklusiv pädophilen würde das sonst ja einer Asexualität gleichen. Das wäre schon ein erheblicher Einschnitt, vermutlich noch extremer als aktuell verwendeten Medikamenten. Für manche vielleicht hilfreich, für andere eine Horrorvorstellung.
Um sowas zu rechtfertigen müsste die Missbrauchswahrscheinlichkeit schon wirklich hoch sein finde ich.
Aber wie wäre es wenn es ein “perfektes” Medikament gäbe, das uns ohne Nebenwirkungen in ganz “normale” Teleiophile verwandelt? Wie hoch müsste die Missbrauchswahrscheinlichkeit dann sein um das zu rechtfertigen?
Es würde ja eigentlich nicht schaden, wäre aber doch eine gravierende Veränderung. Ob zum Besseren wäre wohl eine sehr individuelle Überlegung. -
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Öffentliche DiskussionenDer entscheidende Unterschied ist dass in diesem Szenario die Gefahr absolut real und nachweisbar ist. Die 95% Transmissionsrate und die Auswirkungen der Krankheit sind in diesem Szenario gegebene Fakten.
Und es steht nicht “Menschenwürde VS. Menschenwürde”, sondern eingeschränkte Bewegungsfreiheit vs. körperliche Unversehrtheit oder sogar Leben.
Wenn es eine Lösung gibt die beides wahrt, schön. Dann haben wir kein Problem. Aber was wenn es eine solche Lösung nicht gibt? Darum geht es mir hier. Eigentlich ist das doch eine Art Triage-Situation. Man kann nicht allen gerecht werden, also muss man entscheiden.
Was ich hier erreichen möchte ist eine Diskussion über die Kriterien die man in solchen Situationen anwenden kann, aber bisher wird immer das Szenario selbst (das keinen Anspruch auf Realismus erhebt!) kritisiert:@nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
Sowas gibt es nicht. Das individuelle Verhalten hat immer Einfluß auf Ansteckungsrisiken.
Bei einer realen Krankheit, ja. Aber wie gesagt, das ist ein Modell-Szenario. Es geht hier nicht um ein medizinisches Problem, sondern um ein ethisches.
@nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
in einem Rechtsstaat, heiligt der Zweck nicht die Mittel
Da stimme ich dir generell zu. Nicht jedes Mittel das den Zweck erfüllt ist gleichermaßen gerechtfertigt. Daher ist ja auch immer das mildeste Mittel zu wählen das einen solchen Konflikt von Gütern (körperliche Unversehrtheit vs. Bewegungsfreiheit) auflöst. Denn wenn der Rechtsstaat nichts macht werden die Rechte von anderen (den Angesteckten) verletzt. Das ist doch denn Körperverletzung durch Unterlassung, oder.
@nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
Einzelfallabwägung, mit ggf. Ausnahmen unter Auflagen
Welcher Einzelfall? Wenn das individuelle Verhalten keinen Einfluss auf die Gefährdung hat (was ich hier voraussetze), was macht dann den Einzelfall aus?
Welche Auflagen wenn es außer der Isolation keine Abwehrmöglichkeit gibt?Dies ist ein bewusst stark reduziertes Szenario. Eigentlich wollte ich damit nur eine ethische Baseline etablieren, um dann zu realistischeren, und damit zwangsweise komplexeren, Fällen zu kommen. Aber offensichtlich gibt es schon auf dieser Ebene große Differenzen. Die würde ich gerne diskutieren, nicht die Details des Szenarios.
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Pädophile Fantasien "stoppen"
Öffentliche DiskussionenBitte nimm das Analogon der Krankheit nicht so ernst. Ich rede hier nicht von einer echten Krankheit, sondern von einem Modell.
Nochmal die Kernpunkte: Jeder Träger, unabhängig von seinem Verhalten, wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% mindestens eine Person anstecken. Die angesteckte Person wird durch die Krankheit schwer geschädigt. Es gibt keine Heilung für die Träger.
Es gibt keine Schutzmöglichkeit außer die Träger in Quarantäne zu stecken. Die Quarantäneeinrichtung ermöglicht ein weitgehend normales Leben, nur verlassen kann man sie nicht.Ausgehend von diesen Grundvoraussetzungen, ist es moralisch vertretbar diejenigen Träger, die sich nicht freiwillig isolieren, zwangsweise in die Quarantäneeinrichtung zu bringen?
Wir müssen also einen Schaden der zu 95% eintritt gegen einen anderen der zu 100% eintritt abwägen. Das entscheidende Kriterium ist die Schwere der Schäden.
Wenn der Schaden für die Angesteckten deutlich höher ist als der für die Träger (wovon ich in diesem Szenario ausgehe), dann finde ich dass die Zwangsquarantäne gerechtfertigt ist.
Wären die Ansteckungswahrscheinlichkeit deutlich niedriger, so müsste die Differenz der Schadenshöhe sehr viel höher sein. Aber grundsätzlich finde ich solch eine Abwägung moralisch nicht nur vertretbar, sondern eigentlich notwendig. -
Shadows Project – Fortschritts-Thread
ProjekteHmm, wollen vs. wünschen, das ist recht nah beieinander und potenziell missverständlich. Denn wünschen tun wir uns das ja irgendwie alle, wir setzen den Wunsch nur nicht in die Tat um da wir uns des Schadens für die Kinder bewusst sind. Den Vorschlag von Breaky finde ich da besser, denn das ist ja genau der Punkt.