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  • Pädophile Fantasien "stoppen"

    Da bin ich 100% bei dir. Aber ich bin auch bereit in so einer Ausnahmesituation einiges an Fehlern zu verzeihen. Bewusste Irreführung aber geht gar nicht!

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  • Pädophile Fantasien "stoppen"

    Bei Corona wurden jede Menge Fehler gemacht. Aber das was gemacht wurde war in jedem Fall besser als nichts zu tun. Solange aus den Fehlern gelernt wird um es bei der nächsten Pandemie besser zu machen kann ich das akzeptieren. Wenn Einzelne wieder besseres Wissen gehandelt haben sollte das für diese Personen Konsequenzen haben, ganz klar. Aber der Staat als ganzes hat seine Aufgabe erfüllt, wenn auch bei weitem nicht perfekt. Aber wer würde das schon erwarten?

    Aber genug der Abschweifung, Corona ist nicht wirklich das Thema hier.

    Dass die Praxis oft anders aussieht ist mir klar, aber hier geht es um Prinzipien anhand von idealisierten Modellszenarien. Wir müssen uns erst mal darüber klar werden was grundsätzlich die moralisch richtige Handlungsweise wäre bevor wir versuchen dies in der nicht so idealen Realität umzusetzen.

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  • Pädophile Fantasien "stoppen"

    Bei Corona wurden viele Fehler gemacht, aber wie du ganz richtig schreibst, das war Neuland. Was aber klar ist: ohne Einschränkungen wäre die Infektionsrate deutlich höher gewesen. Da muss man sich nur mal die Zahlen aus den USA anschauen. Hier hat der Staat trotz aller Fehler seine Aufgabe nach bestem Wissen erfüllt. Hinterher ist man natürlich immer schlauer.

    Kritisch darf und sollte man immer sein. Aber berechtigte Kritik ist kein Selbstzweck sondern ein Kontrollinstrument. Und sie sollte immer auf Fakten basieren. Das hat bei vielen Kritikern damals gefehlt.

    Unsere Freiheiten sind ein kostbares Gut. Aber es gibt sinnvolle Einschränkungen (so wie das Tempolimit vor dem Kindergarten). Und immer wenn meine Freiheit in Konflikt mit der eines anderen steht muss eine Seite (oder auch beide Seiten) auf einen Teil dieser Freiheit verzichten. Und wenn eine Person dazu nicht bereit ist, ist es Aufgabe des Staates (dem wir das Gewaltmonopol übertragen haben) die bedrohten Freiheiten abzuwägen und die Lösung mit der insgesamt geringsten Einschränkung durchzusetzen.

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  • Pädophile Fantasien "stoppen"

    Das ist es worauf ich hier hinaus wollte.

    Ich stimme dir zu, spezielle Einzelfälle sollten, wann immer möglich, berücksichtigt werden. Denn wir gehen ja davon aus dass die Betroffenen ohne eigene Schuld in dieser Situation sind. Damit hat der Staat die gleiche Fürsorgepflicht ihnen gegenüber wie gegenüber der restlichen Bevölkerung die vor den Betroffenen geschützt werden muss.

    Auch wenn jeder seine individuellen Moralvorstellungen hat gibt es doch einige universelle Regeln auf die sich so ziemlich alle Menschen einigen können.
    Ich finde dass jeder Mensch eine Verantwortung seinen Mitmenschen gegenüber hat. Genauso hat auch der Staat eine Verantwortung seinen Bürgern gegenüber.

    Wenn dir 95% für einen schweren körperlichen Schaden nicht reichen um 100% Einschränkung der Bewegungsfreiheit aufzuwiegen, wo würdest du in diesem Beispiel die Grenze ziehen? Wie ist das in anderen Fällen? Geschwindigkeitsbegrenzungen schränken doch auch die persönliche Freiheit ein. Findest du Tempo 30 vor einem Kindergarten gerechtfertigt? Wie war das mit den Ausgangssperren oder Maskenpflicht bei Corona? All das sind doch auch pauschale Zwangsmaßnahmen.

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    @nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":

    Auch Modellszenarien sollten halbwegs nachvollziehbar ausgestaltet sein und dazu gehören auch praktische Details.

    Insofern sie für die eigentliche Fragestellung relevant sind, schon. Das ist hier aber nicht so ganz der Fall. Daher würde ich die Diskussion gerne auf das Kernproblem zurückführen.

    @nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":

    Hielte ich für keine gute Idee, denn das würde die betroffenen Bewohner, vulnerabler für mögliche politische “Endlösungsbestrebungen” machen. (Stichwort: Warschauer Ghetto)

    Valider Einwand in Bezug auf das konkrete Szenario, aber nicht wirklich relevant für die eigentliche Fragestellung:

    Von einer klar definierten Gruppe geht eine zweifelsfrei nachgewiesene Gefahr mit hoher individueller Eintrittswahrscheinlichkeit aus. Welche Maßnahmen sind moralisch gerechtfertigt?

    Ausgangspunkt waren Pädophile mit Zwangstherapie (bei angenommenem garantierten Erfolg), aber da fehlt ja die hohe Eintrittswahrscheinlichkeit. Daher ist das in der Realität meiner Meinung nach moralisch auf keinen Fall gerechtfertigt.
    Grundsätzlich ist die Frage aber interessant, daher mein Versuch das in einem fiktiven Modellszenario vom Ausgangspunkt zu lösen.

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    @Gast sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":

    Konversionstherapien können auch für Menschen ggf. hilfreich sein

    Klassische Konversionstherapie wurde wieder und wieder als unwirksam and sogar extrem schädlich entlarvt. Wovon ich hier rede ist etwas anderes, ein fiktionales Medikament (oder eine medizinische Prozedur) welches das Gehirn auf neuronaler Ebene “umprogrammiert”.
    Sollte etwas in der Art jemals existieren wäre das für diejenigen die unter ihrer Pädophilie leiden etwas wunderbares. Eine zwangsweise Anwendung dagegen wirft schwerwiegende ethische Fragen auf. Genau diese Fragen möchte ich hier diskutieren. Aber ehrlich gesagt verstehe ich nicht so ganz was du hier ausdrücken willst.

    @nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":

    Mündige Bürger sind (Einsichts- und Steuerungsfähigkeit vorausgesetzt) prinzipiell dazu in der Lage, ein Verantwortungsbewußtsein zu entwickeln

    Da stimme ich dir zu. Die Frage ist nur was man mit denen macht die eben nicht verantwortungsbewusst handeln.

    @nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":

    Ob ein Träger überhaupt Kontakt zu (vulnerablen) Personen hat. Wenn diesbzgl. keine Kontakte bestehen, käme das einer Isolation gleich.

    Richtig. Aber wer würde freiwillig in kompletter Isolation leben wenn er auch in einer großen Gemeinschaft mit allen Annehmlichkeiten, sozialen Kontakten und (begrenzter) Bewegungsfreiheit leben könnte? Die Quarantäneeinrichtung könnte all das bieten.

    @nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":

    sich im Kontakt zu vulnerablen Personengruppen - sofern räumlicher Abstand nicht ausreicht - in einem Schutzanzug zu bewegen

    Und das soll besser sein als die Quarantäneeinrichtung? Vielleicht als Option wenn man die Einrichtung mal kurzzeitig verlassen will, aber doch niemals als Dauerlösung.
    Du scheinst hier übrigens wieder der eigentliche Frage mit unnötigen “praktischen” Details auszuweichen. Das ist ein künstliches Modellszenario, solche Einwände sind für das eigentliche Problem irrelevant.

    @nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":

    Es gäbe sicher auch Leute, die unter der Isolation in einer Quarantäneeinrichtung leiden würden, oder dadurch sogar suizidgefährdet wären. Sollte man auch bedenken und in die alle Abwägungen einfließen lassen.

    Das kommt der Sache schon näher. Aber wenn die Einrichtung entsprechend groß wäre (wie eine kleine Stadt) entsteht hier keine Einsamkeit die solche Konsequenzen haben würde. Zudem könnten für psychische Probleme Therapieangebote zur Verfügung gestellt werden.
    Aber etwas allgemeiner gefasst muss man natürlich individuelle Ausnahmereaktionen welcher Art auch immer berücksichtigen. Die Frage ist wie schwerwiegend und wie häufig solche Reaktionen wären. Definitiv ein Punkt der in die Abwägung einfließen muss.

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  • Pädophile Fantasien "stoppen"

    Danke. Tut mir leid wenn ich mit meiner Intention nicht klar genug war.

    In Bezug auf Pädophilie bin ich mir nicht sicher ob Isolation da das beste ist. Im ursprünglichen Post war da ja die Rede von einer Therapie welche pädophile Gedanken direkt im Gehirn stoppt. Wenn die wirklich wirksam wäre, und keine signifikanten Nebenwirkungen hat, dann würde ich das glaub ich einer Isolation vorziehen. Zumindest wenn zusätzlich eine Ansprechbarkeit für Erwachsene hergestellt wird und man somit ein ganz normales Sexualleben haben könnte. Bei mir persönlich ist das eh der Fall, aber bei exklusiv pädophilen würde das sonst ja einer Asexualität gleichen. Das wäre schon ein erheblicher Einschnitt, vermutlich noch extremer als aktuell verwendeten Medikamenten. Für manche vielleicht hilfreich, für andere eine Horrorvorstellung.
    Um sowas zu rechtfertigen müsste die Missbrauchswahrscheinlichkeit schon wirklich hoch sein finde ich.
    Aber wie wäre es wenn es ein “perfektes” Medikament gäbe, das uns ohne Nebenwirkungen in ganz “normale” Teleiophile verwandelt? Wie hoch müsste die Missbrauchswahrscheinlichkeit dann sein um das zu rechtfertigen?
    Es würde ja eigentlich nicht schaden, wäre aber doch eine gravierende Veränderung. Ob zum Besseren wäre wohl eine sehr individuelle Überlegung.

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  • Pädophile Fantasien "stoppen"

    Der entscheidende Unterschied ist dass in diesem Szenario die Gefahr absolut real und nachweisbar ist. Die 95% Transmissionsrate und die Auswirkungen der Krankheit sind in diesem Szenario gegebene Fakten.
    Und es steht nicht “Menschenwürde VS. Menschenwürde”, sondern eingeschränkte Bewegungsfreiheit vs. körperliche Unversehrtheit oder sogar Leben.
    Wenn es eine Lösung gibt die beides wahrt, schön. Dann haben wir kein Problem. Aber was wenn es eine solche Lösung nicht gibt? Darum geht es mir hier. Eigentlich ist das doch eine Art Triage-Situation. Man kann nicht allen gerecht werden, also muss man entscheiden.
    Was ich hier erreichen möchte ist eine Diskussion über die Kriterien die man in solchen Situationen anwenden kann, aber bisher wird immer das Szenario selbst (das keinen Anspruch auf Realismus erhebt!) kritisiert:

    @nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":

    Sowas gibt es nicht. Das individuelle Verhalten hat immer Einfluß auf Ansteckungsrisiken.

    Bei einer realen Krankheit, ja. Aber wie gesagt, das ist ein Modell-Szenario. Es geht hier nicht um ein medizinisches Problem, sondern um ein ethisches.

    @nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":

    in einem Rechtsstaat, heiligt der Zweck nicht die Mittel

    Da stimme ich dir generell zu. Nicht jedes Mittel das den Zweck erfüllt ist gleichermaßen gerechtfertigt. Daher ist ja auch immer das mildeste Mittel zu wählen das einen solchen Konflikt von Gütern (körperliche Unversehrtheit vs. Bewegungsfreiheit) auflöst. Denn wenn der Rechtsstaat nichts macht werden die Rechte von anderen (den Angesteckten) verletzt. Das ist doch denn Körperverletzung durch Unterlassung, oder.

    @nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":

    Einzelfallabwägung, mit ggf. Ausnahmen unter Auflagen

    Welcher Einzelfall? Wenn das individuelle Verhalten keinen Einfluss auf die Gefährdung hat (was ich hier voraussetze), was macht dann den Einzelfall aus?
    Welche Auflagen wenn es außer der Isolation keine Abwehrmöglichkeit gibt?

    Dies ist ein bewusst stark reduziertes Szenario. Eigentlich wollte ich damit nur eine ethische Baseline etablieren, um dann zu realistischeren, und damit zwangsweise komplexeren, Fällen zu kommen. Aber offensichtlich gibt es schon auf dieser Ebene große Differenzen. Die würde ich gerne diskutieren, nicht die Details des Szenarios.

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  • Pädophile Fantasien "stoppen"

    Bitte nimm das Analogon der Krankheit nicht so ernst. Ich rede hier nicht von einer echten Krankheit, sondern von einem Modell.
    Nochmal die Kernpunkte: Jeder Träger, unabhängig von seinem Verhalten, wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% mindestens eine Person anstecken. Die angesteckte Person wird durch die Krankheit schwer geschädigt. Es gibt keine Heilung für die Träger.
    Es gibt keine Schutzmöglichkeit außer die Träger in Quarantäne zu stecken. Die Quarantäneeinrichtung ermöglicht ein weitgehend normales Leben, nur verlassen kann man sie nicht.

    Ausgehend von diesen Grundvoraussetzungen, ist es moralisch vertretbar diejenigen Träger, die sich nicht freiwillig isolieren, zwangsweise in die Quarantäneeinrichtung zu bringen?

    Wir müssen also einen Schaden der zu 95% eintritt gegen einen anderen der zu 100% eintritt abwägen. Das entscheidende Kriterium ist die Schwere der Schäden.
    Wenn der Schaden für die Angesteckten deutlich höher ist als der für die Träger (wovon ich in diesem Szenario ausgehe), dann finde ich dass die Zwangsquarantäne gerechtfertigt ist.
    Wären die Ansteckungswahrscheinlichkeit deutlich niedriger, so müsste die Differenz der Schadenshöhe sehr viel höher sein. Aber grundsätzlich finde ich solch eine Abwägung moralisch nicht nur vertretbar, sondern eigentlich notwendig.

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  • Shadows Project – Fortschritts-Thread

    Hmm, wollen vs. wünschen, das ist recht nah beieinander und potenziell missverständlich. Denn wünschen tun wir uns das ja irgendwie alle, wir setzen den Wunsch nur nicht in die Tat um da wir uns des Schadens für die Kinder bewusst sind. Den Vorschlag von Breaky finde ich da besser, denn das ist ja genau der Punkt.

     Projekte
  • Pädophile Fantasien "stoppen"

    Bei einem kumulativen Risiko von 95% pro Person ist dieses eben nicht mehr maßgeblich vom individuellen Verhalten abhängig. Fast jeder in diesen Gruppen wird irgendwann mindestens eine und wahrscheinlich mehrerer andere Personen schwer schädigen. Keiner kann bei diesen Zahlen mit Sicherheit für sich ausschließen zu den 95% zu gehören. Sich den Schutzmaßnahmen zu verweigern bedeutet damit bewusst Schaden für andere in Kauf zu nehmen um nicht selbst Opfer bringen zu müssen. Man erklärt sich selbst für wichtiger als alle potenziellen Opfer.
    Es geht nicht nur darum die eigenen Rechte einzufordern, es geht darum diese zum klaren Nachteil anderer Personen einzufordern. Deshalb bin ich der Überzeugung dass in solchen (zugegeben extremen) Fällen Zwangsmaßnahmen gegen eine Gruppe moralisch nicht nur gerechtfertigt sondern geboten sind.

    Dies sind moralische Grenzbereiche die zum Glück wenig bis gar nichts mit unserer Realität zu tun haben. Ich finde es dennoch philosophisch interessant diese zu diskutieren.
    Es wäre schön wenn sich noch andere zumindest ab und zu beteiligen würden.
    Ich danke dir, nixda, bei allen Meinungsverschiedenheiten, dass du immer respektvoll und höflich bleibst.

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  • Pädophile Fantasien "stoppen"

    Die kumulative Wahrscheinlichkeit dass eine Ansteckung irgendwann im Laufe des Lebens eintritt liegt in diesem Szenario bei 95%. Mit anderen Worten, es ist praktisch sicher. Wir brauchen nicht auf irgendwelche biologischen Details ausweichen, insbesondere da es ja eh nur ein Analogon für unser eigentliches Thema ist.
    Und nein, was immer das für eine Krankheit sein sollte, das einzige Mittel zur sicheren Verhinderung ist in diesem Szenario die Quarantäne. Das soll nichts realistisches sein, nur ein Modell um die moralische Seite zu beleuchten.
    Das einzige Verhalten das regelkonform wäre ist sich freiwillig in Quarantäne zu begeben.

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  • Pädophile Fantasien "stoppen"

    Sorry, aber die Transmissionswahrscheinlichkeit liegt dennoch bei 95%. Das bedeutet gleichzeitig dass sehr wahrscheinlich im Laufe eines Lebens mehr als nur eine Person angesteckt wird. Das ist eine sehr konkrete Gefahr. Die Verteilung über einen langen Zeitraum macht es nicht abstrakt.

    Eine Weigerung sich selbst in Quarantäne zu begeben (ich unterstelle hier mal dass es keine andere zuverlässige Möglichkeit gibt, andernfalls wäre das dann die zu wählende mildeste Methode) ist dann genau das von dir geforderte Verhalten das eine konkrete Ansteckungsgefahr anzeigt. Und damit die zwangsweise Quarantäne rechtfertigt.

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    Wenn erwiesenermaßen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Kindesmissbrauch zu erwarten ist, dann ist es doch egal ob der Missbrauch morgen oder in 40 Jahren passieren wird. Ein Kind wird fast sicher zu Schaden kommen wenn nichts gemacht wird. Nichts zu tun wenn es entsprechende Mittel gibt wäre verantwortungslos finde ich.
    Der Missbrauch wird nicht vielleicht stattfinden, er wird fast sicher stattfinden!

    Wenn es zusätzlich eine Möglichkeit gäbe die Tat kurzfristig zu prognostizieren könnte man warten, aber das ist nicht Teil dieses Szenarios.

    Variieren wir doch das Quarantäne-Analog etwas: manche Menschen sind Träger einer schweren, manchmal tödlichen Krankheit ohne ihr selbst zum Opfer zu fallen. Es ist unmöglich vorherzusagen wann es zu einer Ansteckung kommt. Es kann Jahre oder Jahrzehnte dauern, oder auch morgen passieren. Sollen wir diese Menschen herumlaufen lassen bis sie jemanden angesteckt haben? Sie haben nichts böses getan, sie wurden gegen ihren Willen infiziert.
    Würdest du die von ihnen ausgehende Gefahr als “nur abstrakt” abtun?
    Natürlich ist die ganze Situation unfair ihnen gegenüber. Aber die Augen verschließen und nichts tun obwohl man das könnte ist noch viel unfairer gegenüber den Opfern die man damit wissentlich in Kauf nimmt.

    Das moralische Verhalten für Infizierte wäre es sicher sich freiwillig in Quarantäne zu begeben, aber wer sich weigert und damit bewusst Schaden für andere in Kauf nimmt sollte dazu gezwungen werden können. Der Staat trägt in diesem Fall - da er die Mittel dazu hat - die Verantwortung gegenüber den potenziellen Opfern.
    Gleichzeitig hat er aber auch die Verantwortung dafür die Menschen in Quarantäne vor jedem unnötigen Schaden zu bewahren, ja sogar ihnen ein unter den Umständen möglichst normales Leben zu ermöglichen.

    Gleiches müsste doch für die Pädophilen in unserem Szenario gelten, oder wo siehst du da die Unterschiede?

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  • Pädophile Fantasien "stoppen"

    @nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":

    … ohne daß eine erhebliche, konkrete Gefährdungslage vorliegt…

    Aber genau das betone ich doch die ganze Zeit als unabdingbare Voraussetzung!

    @nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":

    Dann reden wir aber nicht mehr über Pädophilie, sondern über schwere psychiatrische Erkrankungen.

    Fast. In diesem - zum Glück fiktiven - Szenario wäre gerade die Pädophilie in der Tat eine schwere psychiatrische Erkrankung.

    @nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":

    Tangiert würden die Rechte von Pädos, die sich nichts haben zu Schulden kommen lassen, begründet lediglich mit einer abstrakten Gefährdung.

    Richtig, allerdings wäre in diesem Szenario die Gefährdung nicht abstrakt sondern sehr konkret. 95% Tatwahrscheinlichkeit ist definitiv nicht mehr abstrakt.

    @nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":

    Im Normalfall, wird jeder Ansteckungsverdacht individuell getestet und keine Bevölkerungsgruppe, auf Grund biologischer Merkmale pauschal verdächtigt, gefährliche Krankheiten verbreiten zu wollen.

    Natürlich. Aber jeder nachweislich Erkrankte würde mit hoher Wahrscheinlichkeit andere anstecken. So wie in diesen Szenario jeder Pädophile mir hoher Wahrscheinlichkeit einen Missbrauch begehen würde. Und so wie es gerechtfertigt ist die Erkrankten in Quarantäne zu stecken um die Gesunden zu schützen würden die Pädophilen Maßnahmen unterworfen um die Kinder zu schützen. Gleiche Logik.

    Um das für alle klarzustellen, mir geht es darum den moralischen Aspekt solcher Präventionsmaßnahmen in diesem Szenario zu diskutieren, nicht zu behaupten dass so etwas in Bezug auf uns irgendwie tatsächlich gerechtfertigt wäre. Denn wie gesagt gibt es ja die von mir als Voraussetzung geforderten Beweise nicht. Die Existenz von Anti-C-Gruppen ist ja schon fast ein Gegenbeweis.

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    Ich stimme zu dass so etwas ein erhebliches Missbrauchspotenzial birgt. Aber es ist ja nur ein hypothetisches Szenario, ein was wäre wenn…
    Sollte so etwas in irgendeinem Kontext real werden müssten strenge Regulationsmechanismen eingeführt werden um Missbrauch zu verhindern.
    Was dem am nächsten kommt sind Quarantäneregeln bei Ausbruch einer schweren Krankheit. Da werden ja auch die Freiheitsrechte der Erkrankten eingeschränkt aufgrund der Gefahr die von ihnen ausgeht. Versuch mal meine Argumente aus diesem Blickwinkel zu betrachten.

    Im Grunde läuft es für mich auf folgendes hinaus: Ich liebe Kinder so sehr dass ich bereit wäre für ihren Schutz Einschränkungen meiner Freiheit zu akzeptieren. Aber nur unter der Voraussetzung dass die Zusammenhänge zweifelsfrei erwiesen sind und die Maßnahmen sowohl wirksam als auch so mild wie möglich sind.

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    Mir geht es nicht um 95 Schuldige, sondern um 95 unschuldige Opfer. Wenn es nur darum ginge Täter nach der Tat zu bestrafen würde ich dir zustimmen. Aber wenn es eine Möglichkeit gibt diese 95 Taten zu verhindern indem 5 Unschuldige einen Teil ihrer Rechte aufgeben, dann ist das etwas anderes.

    Zudem rede ich nicht von einer “gewissen Wahrscheinlichkeit”, sondern von einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit. Wenn 95% einer Gruppe Täter werdenm dann ist die Einsichts- und Steuerungsfähigkeit in dieser Gruppe offensichtlich eben nicht mehr gegeben sondern eher die Ausnahme.

    Die Rechte der 95 zukünftigen Opfer werden sehr wohl tangiert. Nur nach der Tat die Täter zu bestrafen macht die Tat nicht ungeschehen und beseitigt nicht den Schaden. In diesem hypothetischen Szenario ist es möglich das Unrecht komplett zu verhindern, wobei der Preis von 5 zu 95 meiner Meinung nach gerechtfertigt ist. Natürlich muss die Balance zwischen dem Schaden der Kinder und dem Schaden der unschuldigen Pädos gewahrt bleiben. Aber da der Schaden durch sexuellen Missbrauch erheblich ist, wäre bei dem angenommenen Verhältnis von 95 zu 5 auch ein recht hoher Schaden durch die Präventionsmaßnahme akzeptabel, solange der Grundsatz des mildesten effektiven Mittels beachtet wird.

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    Abschreckung ist eine Form von Prävention, da gebe ich dir recht. Aber die Prävention von der wir hier reden ist etwas ganz anderes.

    Ob ein Vorgehen gegen eine ganze Gruppe gerechtfertigt ist hängt meiner Meinung nach vom Gefährdungspotenzial ab das von dieser Gruppe ausgeht. Wenn erwiesenermaßen ein sehr hoher Anteil dieser Gruppe (vielleicht 95%) schwerwiegende Verbrechen begehen wird die durch entsprechende Maßnahmen effektiv verhindert werden können, dann wiegt die Einschränkung der persönlichen Freiheit der 5% die unschuldig betroffen wären geringer als das Leid der Opfer der 95%. Natürlich muss auch hier das mildeste Mittel gewählt werden das die Taten reduzieren kann. Nicht auf 0, das ist nie zu erreichen. Aber auf ein Niveau wo der zusätzliche Nutzen schärferer Maßnahmen in keinem vernünftigen Verhaltnis zum Schaden steht, den diese schärfere Maßnahme bei den Betroffenen anrichtet.
    Und immer muss “im Zweifel für den Beschuldigten” gelten.

    Aber wie gesagt, das ist alles hypothetisch. Von entsprechenden Beweisen gibt es keine Spur, egal was die allgemeine Bevölkerung über uns denkt.
    Aber wenn es diese Beweise gäbe wäre ich bereit mich zum Schutz vieler Kinder Einschränkungen zu unterwerfen. Kein Recht eines Individuums darf über den (zumindest gleichwertigen) Rechten von Vielen stehen.

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  • Pädophile Fantasien "stoppen"

    Strafe ist eine Form von Abschreckung, das ist etwas anderes als Prävention.

    Ausgangspunkt dieser Diskussion war die Annahme dass es Beweise gäbe dass jeder von uns eine akute Gefahr darstellt, einfach weil wir pädophil sind. Beweise die es in Realität nicht gibt, wie ich mehrfach geschrieben habe!
    Aber alle meine Aussagen hier müssen unter dieser Annahme verstanden werden.

    In Wirklichkeit hast du natürlich recht, es gibt keine Beweise dass wir als Gruppe gefährlich sind. Daher können irgendwelche Maßnahmen nur auf Basis von individuellem Verhalten gerechtfertigt sein.

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  • Gegen das Puppenverbot

    Ein unantastbarer Kern ja, zum Beispiel das Recht auf Leben, aber die eigene Sexualität gehört nicht dazu, sofern sie in die Rechte anderer eingreift (GG Art.2 geht da sogar noch weiter!)
    Wenn ich ein Recht für mich in Anspruch nehme muss ich gleichzeitig die Rechte anderer anerkennen. Im Konfliktfall muss abgewogen werden welches Recht schwerer wiegt.
    Ich für mich gewichte die Rechte von Kindern sehr hoch, aber auch die haben gewisse Grenzen. Ich denke doch dass wir uns einig sind dass (um ein extremes Beispiel zu verwenden) ein Kind sein Recht auf Freiheit nicht durchsetzen darf indem es seine Eltern, die Hausarrest verhängt haben, verletzt oder tötet.

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