breaky (@breaky)
Ich bin männlich, ein Kind der frühen 90er, bisexuell und nicht-exklusiv pädophil. Als Aktivist möchte ich einen Beitrag zur Aufklärung und Entstigmatisierung des Themas Pädophilie leisten.
Nebenbei bin ich noch: Metalhead, Motorsportfan, Whiskey-Liebhaber, Antitheist und neurodivergent (Autismus und ADHS).
Beiträge
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Gegen das Puppenverbot
Öffentliche Diskussionen@klase sagte in Gegen das Puppenverbot:
Leute, die solche Gesetze befürworten, wie das Puppenverbot, machen sich schuldig - schuldig nicht nur an Steuergeldverschwendung und dem unnötigen Leid unschuldiger Pädophiler, sondern mittelbar auch schuldig an realem Kindesmissbrauch. Es ist wichtig zu erreichen, dass sich diese Leute künftig für ihre Taten verantworten müssen.
Genau das müssen wir in der Aufklärungs- und Antistigmaarbeit noch viel stärker betonen. Der jetzige Umgang mit dem Thema Pädophilie führt genau in die falsche Richtung. Wenn man als Pädo durch unsinnige Gesetze immer mehr künstlich zum Straftäter gemacht wird, obwohl man darauf achtet, sich an alle Gesetze zu halten, steigt das Risiko, dass viele resignieren und sich denken: “Die wollen mich nur als Straftäter sehen, dann kann ich ja direkt CSAM gucken, wenn’s eh keinen Unterschied macht…” Das wiederum fördert die Nachfrage nach CSAM und dadurch weitere Missbrauchsfälle.
Diese Zusammenhänge müssen der Allgemeinbevölkerung und vor allem den Entscheidungsträgern unbedingt klar gemacht werden. Ansonsten wird man sich ewig im Kreis drehen und sich über steigende Fallzahlen wundern…Dazu kommt auch noch, dass im Bereich der Prävention überhaupt nicht die größte Missbrauchstätergruppe angesprochen wird - es gibt z.B. kein KTW-ähnliches Projekt für “potenzielle Ersatzhandlungstäter”.
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Gegen das Puppenverbot
Öffentliche DiskussionenIch mache mir auch ziemliche Sorgen und bin leider auch nicht wirklich optimistisch. Ich hoffe natürlich auf ein positives Urteil, aber erwarten tue ich es nicht wirklich…
Ein negatives Urteil wäre zwar ein heftiger Rückschlag, aber wir sollten uns im Bereich der Anti-Stigma-Arbeit nicht davon ausbremsen lassen! Das Puppenverbot ist m.E. eines von vielen Symptomen des Stigmas. Die Verbindung von Pädophilie und Missbrauch hat dafür gesorgt, dass der politische Auftrag zum Kinderschutz als Auftrag für eine “Anti-Pädophilen-Politik” gedeutet wird. Alles, was Pädophile irgendwie anziehend finden könnten, wird nach und nach verboten, egal wie harmlos es tatsächlich ist…
Aber erste Studien haben ja bereits gezeigt, dass genau diese Politik fatal ist:Participants reported increased engagement in problematic behaviors, such as revisiting images depicting child sexual abuse, and lamented the lack of opportunities to express their sexuality legally. From the perspective of those directly affected, the ban on child sex dolls has a detrimental impact on their lives and increases the risk of sexualized violence against children.
Ich gehe stark davon aus, dass ein negatives Urteil des BVerfG diesen Effekt nochmal deutlich verstärken würde.
Und genau diese Zusammenhänge müssen wir meiner Meinung nach dann noch viel stärker betonen! Ich bin auch der Ansicht, dass es - zumindest vorerst - gar nicht zwingend unser Ziel sein muss, die Themen Pädophilie und Kinderschutz voneinander zu entkoppeln, sondern vielmehr darauf hinzuwirken, die bisher in der Gesellschaft und Politik wahrgenommene Verbindung zwischen den beiden Themen umzudrehen. Der Gesellschaft muss klar werden, dass Entstigmatiserung von Pädophilie eben nicht “Verharmlosung” ist und negative Auswirkungen auf den Kinderschutz hätte, sondern dass Entstigmatisierung von Pädophilie Hand in Hand mit Kinderschutz geht. Die Fakten sind ganz klar auf unserer Seite, und es sollte ein wichtiges Ziel sein, diese Fakten bekannter zu machen.
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Selbstbild vs. Sicht der Gesellschaft
Öffentliche DiskussionenIch habe mich auch lange vor meinem Coming-in hin und wieder mal mit dem Thema Pädophilie befasst und daher die Sicht der Gesellschaft nie wirklich vertreten. Ich hatte grundsätzlich auch nie ein Problem damit, anders als die meisten Leute zu sein, da das auch in vielen anderen Punkten auf mich zutrifft.
Ganz spurlos ist die Stigmatisierung aber nicht an mir vorbeigegangen. Als ich dann langsam gemerkt habe, dass ich Kinder tatsächlich attraktiv finde, wollte ich es jahrelang trotzdem nicht wahrhaben. Ich hatte nie die Angst, irgendwann mal wirklich zum Täter zu werden, aber es fühlte sich trotzdem falsch an, auf Kinder zu stehen. Auch nachdem ich mir die Neigung an sich eingestanden hatte, habe ich noch eine ganze Weile gebraucht, um das Wort “pädophil” für mich selbst zu akzeptieren, weil es doch irgendwie ein “böses Wort” war. Mittlerweile benutze ich den Begriff aber genau deswegen - um das Wort für mich (und hoffentlich auch irgendwann für die Gesellschaft) zu entstigmatisieren.