Chrissy, bist du ein großer Fan von Minority Report? Schau dir den Film mal an und informier dich mal über predictive policing.
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Wenn erwiesenermaßen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Kindesmissbrauch zu erwarten ist, dann ist es doch egal ob der Missbrauch morgen oder in 40 Jahren passieren wird. Ein Kind wird fast sicher zu Schaden kommen wenn nichts gemacht wird. Nichts zu tun wenn es entsprechende Mittel gibt wäre verantwortungslos finde ich.
Der Missbrauch wird nicht vielleicht stattfinden, er wird fast sicher stattfinden!Wenn es zusätzlich eine Möglichkeit gäbe die Tat kurzfristig zu prognostizieren könnte man warten, aber das ist nicht Teil dieses Szenarios.
Variieren wir doch das Quarantäne-Analog etwas: manche Menschen sind Träger einer schweren, manchmal tödlichen Krankheit ohne ihr selbst zum Opfer zu fallen. Es ist unmöglich vorherzusagen wann es zu einer Ansteckung kommt. Es kann Jahre oder Jahrzehnte dauern, oder auch morgen passieren. Sollen wir diese Menschen herumlaufen lassen bis sie jemanden angesteckt haben? Sie haben nichts böses getan, sie wurden gegen ihren Willen infiziert.
Würdest du die von ihnen ausgehende Gefahr als “nur abstrakt” abtun?
Natürlich ist die ganze Situation unfair ihnen gegenüber. Aber die Augen verschließen und nichts tun obwohl man das könnte ist noch viel unfairer gegenüber den Opfern die man damit wissentlich in Kauf nimmt.Das moralische Verhalten für Infizierte wäre es sicher sich freiwillig in Quarantäne zu begeben, aber wer sich weigert und damit bewusst Schaden für andere in Kauf nimmt sollte dazu gezwungen werden können. Der Staat trägt in diesem Fall - da er die Mittel dazu hat - die Verantwortung gegenüber den potenziellen Opfern.
Gleichzeitig hat er aber auch die Verantwortung dafür die Menschen in Quarantäne vor jedem unnötigen Schaden zu bewahren, ja sogar ihnen ein unter den Umständen möglichst normales Leben zu ermöglichen.Gleiches müsste doch für die Pädophilen in unserem Szenario gelten, oder wo siehst du da die Unterschiede?
N
95 76@chrissy sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
“Würdest du die von ihnen ausgehende Gefahr als “nur abstrakt” abtun?”
Ich tue nichts ab, ich schätze ein.
Da es sich dabei dann offenbar nicht um eine hochansteckende Krankheit handeln würde, würde ich sagen: Ja, abstrakte Gefahr. Da würde ich, nach dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz, auf die Einsicht und das Verantwortungsbewußtsein der betroffenen Person setzen. Wenn ihr Verhalten allerdings darauf schließen lassen würde, daß eine konkrete Ansteckungsgefahr besteht, wären natürlich Gefahrenabwehrmaßnahmen angezeigt.
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@chrissy sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
“Würdest du die von ihnen ausgehende Gefahr als “nur abstrakt” abtun?”
Ich tue nichts ab, ich schätze ein.
Da es sich dabei dann offenbar nicht um eine hochansteckende Krankheit handeln würde, würde ich sagen: Ja, abstrakte Gefahr. Da würde ich, nach dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz, auf die Einsicht und das Verantwortungsbewußtsein der betroffenen Person setzen. Wenn ihr Verhalten allerdings darauf schließen lassen würde, daß eine konkrete Ansteckungsgefahr besteht, wären natürlich Gefahrenabwehrmaßnahmen angezeigt.
C133 81Sorry, aber die Transmissionswahrscheinlichkeit liegt dennoch bei 95%. Das bedeutet gleichzeitig dass sehr wahrscheinlich im Laufe eines Lebens mehr als nur eine Person angesteckt wird. Das ist eine sehr konkrete Gefahr. Die Verteilung über einen langen Zeitraum macht es nicht abstrakt.
Eine Weigerung sich selbst in Quarantäne zu begeben (ich unterstelle hier mal dass es keine andere zuverlässige Möglichkeit gibt, andernfalls wäre das dann die zu wählende mildeste Methode) ist dann genau das von dir geforderte Verhalten das eine konkrete Ansteckungsgefahr anzeigt. Und damit die zwangsweise Quarantäne rechtfertigt.
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Sorry, aber die Transmissionswahrscheinlichkeit liegt dennoch bei 95%. Das bedeutet gleichzeitig dass sehr wahrscheinlich im Laufe eines Lebens mehr als nur eine Person angesteckt wird. Das ist eine sehr konkrete Gefahr. Die Verteilung über einen langen Zeitraum macht es nicht abstrakt.
Eine Weigerung sich selbst in Quarantäne zu begeben (ich unterstelle hier mal dass es keine andere zuverlässige Möglichkeit gibt, andernfalls wäre das dann die zu wählende mildeste Methode) ist dann genau das von dir geforderte Verhalten das eine konkrete Ansteckungsgefahr anzeigt. Und damit die zwangsweise Quarantäne rechtfertigt.
N
95 76Wenn die betroffene Trägerperson, in ihrem ca. 80-jährigen Leben, zwei oder drei andere Personen ansteckt, müßten diese ja sehr spezifische biologische Merkmale aufweisen, die eine Übertragung überhaupt erst ermöglichen, sonst würde die Trägerperson, jeden Tag ihres Lebens irgendwelche Leute anstecken. Die Wahrscheinlichkeit, daß eine Trägerperson irgendwann ausgerechnet auf die zwei oder drei “empfänglichen” Personen trifft und dabei auch tatsächlich ein Ansteckungsereignis eintritt, wäre insgesamt so gering, daß man dabei lediglich von einer abstrakten Gefahr sprechen kann.
Wenn eine Trägerperson, sich direkt mit “krankheitsempfänglichen” Personen in Kontakt befände und dabei Hygiene- oder Abstandsregeln ignorieren würde, bestünde natürlich eine konkrete Ansteckungsgefahr - und damit wären, wie gesagt, Maßnahmen zur Gefahrenabwehr solange gerechtfertigt, bis die Trägerperson sich wieder regelkonform verhält bzw. wieder dazu bereit ist, sich regelkonform zu verhalten. -
Wenn die betroffene Trägerperson, in ihrem ca. 80-jährigen Leben, zwei oder drei andere Personen ansteckt, müßten diese ja sehr spezifische biologische Merkmale aufweisen, die eine Übertragung überhaupt erst ermöglichen, sonst würde die Trägerperson, jeden Tag ihres Lebens irgendwelche Leute anstecken. Die Wahrscheinlichkeit, daß eine Trägerperson irgendwann ausgerechnet auf die zwei oder drei “empfänglichen” Personen trifft und dabei auch tatsächlich ein Ansteckungsereignis eintritt, wäre insgesamt so gering, daß man dabei lediglich von einer abstrakten Gefahr sprechen kann.
Wenn eine Trägerperson, sich direkt mit “krankheitsempfänglichen” Personen in Kontakt befände und dabei Hygiene- oder Abstandsregeln ignorieren würde, bestünde natürlich eine konkrete Ansteckungsgefahr - und damit wären, wie gesagt, Maßnahmen zur Gefahrenabwehr solange gerechtfertigt, bis die Trägerperson sich wieder regelkonform verhält bzw. wieder dazu bereit ist, sich regelkonform zu verhalten.C133 81Die kumulative Wahrscheinlichkeit dass eine Ansteckung irgendwann im Laufe des Lebens eintritt liegt in diesem Szenario bei 95%. Mit anderen Worten, es ist praktisch sicher. Wir brauchen nicht auf irgendwelche biologischen Details ausweichen, insbesondere da es ja eh nur ein Analogon für unser eigentliches Thema ist.
Und nein, was immer das für eine Krankheit sein sollte, das einzige Mittel zur sicheren Verhinderung ist in diesem Szenario die Quarantäne. Das soll nichts realistisches sein, nur ein Modell um die moralische Seite zu beleuchten.
Das einzige Verhalten das regelkonform wäre ist sich freiwillig in Quarantäne zu begeben. -
Die kumulative Wahrscheinlichkeit dass eine Ansteckung irgendwann im Laufe des Lebens eintritt liegt in diesem Szenario bei 95%. Mit anderen Worten, es ist praktisch sicher. Wir brauchen nicht auf irgendwelche biologischen Details ausweichen, insbesondere da es ja eh nur ein Analogon für unser eigentliches Thema ist.
Und nein, was immer das für eine Krankheit sein sollte, das einzige Mittel zur sicheren Verhinderung ist in diesem Szenario die Quarantäne. Das soll nichts realistisches sein, nur ein Modell um die moralische Seite zu beleuchten.
Das einzige Verhalten das regelkonform wäre ist sich freiwillig in Quarantäne zu begeben.
N
95 76Tja, ich habe von den Krankheiten auch nicht angefangen…
Solange - wie auch genau in diesem Szenario - Risiken maßgeblich von individuellem Verhalten abhängen und dadurch auch beherrschbar bleiben, sollten Menschen, die sich nichts haben zu schulden kommen lassen, von staatlichen Zwangsmaßnahmen verschont bleiben.
Sich freiwillig in Quarantäne zu begeben, wäre sicher moralisch vorbildlich, aber auch auf die eigenen Rechte zu bestehen und diese einzufordern, kann vorbildlich sein. -
Tja, ich habe von den Krankheiten auch nicht angefangen…
Solange - wie auch genau in diesem Szenario - Risiken maßgeblich von individuellem Verhalten abhängen und dadurch auch beherrschbar bleiben, sollten Menschen, die sich nichts haben zu schulden kommen lassen, von staatlichen Zwangsmaßnahmen verschont bleiben.
Sich freiwillig in Quarantäne zu begeben, wäre sicher moralisch vorbildlich, aber auch auf die eigenen Rechte zu bestehen und diese einzufordern, kann vorbildlich sein.C133 81Bei einem kumulativen Risiko von 95% pro Person ist dieses eben nicht mehr maßgeblich vom individuellen Verhalten abhängig. Fast jeder in diesen Gruppen wird irgendwann mindestens eine und wahrscheinlich mehrerer andere Personen schwer schädigen. Keiner kann bei diesen Zahlen mit Sicherheit für sich ausschließen zu den 95% zu gehören. Sich den Schutzmaßnahmen zu verweigern bedeutet damit bewusst Schaden für andere in Kauf zu nehmen um nicht selbst Opfer bringen zu müssen. Man erklärt sich selbst für wichtiger als alle potenziellen Opfer.
Es geht nicht nur darum die eigenen Rechte einzufordern, es geht darum diese zum klaren Nachteil anderer Personen einzufordern. Deshalb bin ich der Überzeugung dass in solchen (zugegeben extremen) Fällen Zwangsmaßnahmen gegen eine Gruppe moralisch nicht nur gerechtfertigt sondern geboten sind.Dies sind moralische Grenzbereiche die zum Glück wenig bis gar nichts mit unserer Realität zu tun haben. Ich finde es dennoch philosophisch interessant diese zu diskutieren.
Es wäre schön wenn sich noch andere zumindest ab und zu beteiligen würden.
Ich danke dir, nixda, bei allen Meinungsverschiedenheiten, dass du immer respektvoll und höflich bleibst. -
Bei einem kumulativen Risiko von 95% pro Person ist dieses eben nicht mehr maßgeblich vom individuellen Verhalten abhängig. Fast jeder in diesen Gruppen wird irgendwann mindestens eine und wahrscheinlich mehrerer andere Personen schwer schädigen. Keiner kann bei diesen Zahlen mit Sicherheit für sich ausschließen zu den 95% zu gehören. Sich den Schutzmaßnahmen zu verweigern bedeutet damit bewusst Schaden für andere in Kauf zu nehmen um nicht selbst Opfer bringen zu müssen. Man erklärt sich selbst für wichtiger als alle potenziellen Opfer.
Es geht nicht nur darum die eigenen Rechte einzufordern, es geht darum diese zum klaren Nachteil anderer Personen einzufordern. Deshalb bin ich der Überzeugung dass in solchen (zugegeben extremen) Fällen Zwangsmaßnahmen gegen eine Gruppe moralisch nicht nur gerechtfertigt sondern geboten sind.Dies sind moralische Grenzbereiche die zum Glück wenig bis gar nichts mit unserer Realität zu tun haben. Ich finde es dennoch philosophisch interessant diese zu diskutieren.
Es wäre schön wenn sich noch andere zumindest ab und zu beteiligen würden.
Ich danke dir, nixda, bei allen Meinungsverschiedenheiten, dass du immer respektvoll und höflich bleibst.
N
95 76@chrissy sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
“Bei einem kumulativen Risiko von 95% pro Person ist dieses eben nicht mehr maßgeblich vom individuellen Verhalten abhängig.”
Na doch. Während des Kontakts zu einer vulnerablen Person, können Abstands- und Hygieneregeln, die - wie ich voraussetze - freiwillig eingehalten werden, das Ansteckungsrisiko minimieren, womit sich staatliche Gefahrenabwehrmaßnahmen erübrigen, da keine konkrete Ansteckungsgefahr besteht.
Menschen, die sich nichts haben zu schulden kommen lassen, haben bis dato unter Beweis gestellt, daß sie imstande sind, sich verantwortungsvoll zu verhalten und sich dadurch eben gerade nicht für wichtiger erklären, als potenzielle Opfer.
Ich halte grundsätzlich nichts davon, eine ganze Gruppe in Kollektivhaftung zu nehmen, nur weil einige aus dieser Gruppe, sich mglw. falsch verhalten (haben).@chrissy sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
“Ich danke dir, nixda, bei allen Meinungsverschiedenheiten, dass du immer respektvoll und höflich bleibst.”
Das beruht auf Gegenseitigkeit.

-
?0
Gab heute eine aktuelle Stunde m Bundestag zu “Kunst-, Kultur- und Meinungsfreiheit” und dort wurde unter anderem gesagt das :
“Kunst wird noch stärker als die Meinungsfreiheit geschützt und endet nur dort wo die Rechte anderer, oder die Menschenwürde, verletzt wird. […] Kunst darf keiner staatlichen Kontrolle unterliegen, sonst droht die Gefahr das nicht mehr das Recht, sondern das Empfinden regiert. […] Kunst muss zu weit gehen und darf uns empören und herausfordern.”
Kam so von der SPD…
Die Kunst von pädophilen wird widerum regelmäßig staatlicher Kontrolle ausgesetzt. Ach, ich kann dieses ganze geheuchle nicht ernst nehmen… -
Gab heute eine aktuelle Stunde m Bundestag zu “Kunst-, Kultur- und Meinungsfreiheit” und dort wurde unter anderem gesagt das :
“Kunst wird noch stärker als die Meinungsfreiheit geschützt und endet nur dort wo die Rechte anderer, oder die Menschenwürde, verletzt wird. […] Kunst darf keiner staatlichen Kontrolle unterliegen, sonst droht die Gefahr das nicht mehr das Recht, sondern das Empfinden regiert. […] Kunst muss zu weit gehen und darf uns empören und herausfordern.”
Kam so von der SPD…
Die Kunst von pädophilen wird widerum regelmäßig staatlicher Kontrolle ausgesetzt. Ach, ich kann dieses ganze geheuchle nicht ernst nehmen…
L
128 45 -
@chrissy sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
“Bei einem kumulativen Risiko von 95% pro Person ist dieses eben nicht mehr maßgeblich vom individuellen Verhalten abhängig.”
Na doch. Während des Kontakts zu einer vulnerablen Person, können Abstands- und Hygieneregeln, die - wie ich voraussetze - freiwillig eingehalten werden, das Ansteckungsrisiko minimieren, womit sich staatliche Gefahrenabwehrmaßnahmen erübrigen, da keine konkrete Ansteckungsgefahr besteht.
Menschen, die sich nichts haben zu schulden kommen lassen, haben bis dato unter Beweis gestellt, daß sie imstande sind, sich verantwortungsvoll zu verhalten und sich dadurch eben gerade nicht für wichtiger erklären, als potenzielle Opfer.
Ich halte grundsätzlich nichts davon, eine ganze Gruppe in Kollektivhaftung zu nehmen, nur weil einige aus dieser Gruppe, sich mglw. falsch verhalten (haben).@chrissy sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
“Ich danke dir, nixda, bei allen Meinungsverschiedenheiten, dass du immer respektvoll und höflich bleibst.”
Das beruht auf Gegenseitigkeit.
C133 81Bitte nimm das Analogon der Krankheit nicht so ernst. Ich rede hier nicht von einer echten Krankheit, sondern von einem Modell.
Nochmal die Kernpunkte: Jeder Träger, unabhängig von seinem Verhalten, wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% mindestens eine Person anstecken. Die angesteckte Person wird durch die Krankheit schwer geschädigt. Es gibt keine Heilung für die Träger.
Es gibt keine Schutzmöglichkeit außer die Träger in Quarantäne zu stecken. Die Quarantäneeinrichtung ermöglicht ein weitgehend normales Leben, nur verlassen kann man sie nicht.Ausgehend von diesen Grundvoraussetzungen, ist es moralisch vertretbar diejenigen Träger, die sich nicht freiwillig isolieren, zwangsweise in die Quarantäneeinrichtung zu bringen?
Wir müssen also einen Schaden der zu 95% eintritt gegen einen anderen der zu 100% eintritt abwägen. Das entscheidende Kriterium ist die Schwere der Schäden.
Wenn der Schaden für die Angesteckten deutlich höher ist als der für die Träger (wovon ich in diesem Szenario ausgehe), dann finde ich dass die Zwangsquarantäne gerechtfertigt ist.
Wären die Ansteckungswahrscheinlichkeit deutlich niedriger, so müsste die Differenz der Schadenshöhe sehr viel höher sein. Aber grundsätzlich finde ich solch eine Abwägung moralisch nicht nur vertretbar, sondern eigentlich notwendig. -
Bitte nimm das Analogon der Krankheit nicht so ernst. Ich rede hier nicht von einer echten Krankheit, sondern von einem Modell.
Nochmal die Kernpunkte: Jeder Träger, unabhängig von seinem Verhalten, wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% mindestens eine Person anstecken. Die angesteckte Person wird durch die Krankheit schwer geschädigt. Es gibt keine Heilung für die Träger.
Es gibt keine Schutzmöglichkeit außer die Träger in Quarantäne zu stecken. Die Quarantäneeinrichtung ermöglicht ein weitgehend normales Leben, nur verlassen kann man sie nicht.Ausgehend von diesen Grundvoraussetzungen, ist es moralisch vertretbar diejenigen Träger, die sich nicht freiwillig isolieren, zwangsweise in die Quarantäneeinrichtung zu bringen?
Wir müssen also einen Schaden der zu 95% eintritt gegen einen anderen der zu 100% eintritt abwägen. Das entscheidende Kriterium ist die Schwere der Schäden.
Wenn der Schaden für die Angesteckten deutlich höher ist als der für die Träger (wovon ich in diesem Szenario ausgehe), dann finde ich dass die Zwangsquarantäne gerechtfertigt ist.
Wären die Ansteckungswahrscheinlichkeit deutlich niedriger, so müsste die Differenz der Schadenshöhe sehr viel höher sein. Aber grundsätzlich finde ich solch eine Abwägung moralisch nicht nur vertretbar, sondern eigentlich notwendig.?0Eine absolute Gefahr haben die Nazis auch an bestimmte Bevölkerungsgruppen geknüpft und diese “zwangweisen Quarantäneeinrichtungen” hießen damals nur anders. Es gibt eine Grenze. Punkt. Menschenwürde VS. Menschenwürde gibt es nicht. Es kann nur die Lösung gelten, welche die Würde von beiden wahrt.
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Bitte nimm das Analogon der Krankheit nicht so ernst. Ich rede hier nicht von einer echten Krankheit, sondern von einem Modell.
Nochmal die Kernpunkte: Jeder Träger, unabhängig von seinem Verhalten, wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% mindestens eine Person anstecken. Die angesteckte Person wird durch die Krankheit schwer geschädigt. Es gibt keine Heilung für die Träger.
Es gibt keine Schutzmöglichkeit außer die Träger in Quarantäne zu stecken. Die Quarantäneeinrichtung ermöglicht ein weitgehend normales Leben, nur verlassen kann man sie nicht.Ausgehend von diesen Grundvoraussetzungen, ist es moralisch vertretbar diejenigen Träger, die sich nicht freiwillig isolieren, zwangsweise in die Quarantäneeinrichtung zu bringen?
Wir müssen also einen Schaden der zu 95% eintritt gegen einen anderen der zu 100% eintritt abwägen. Das entscheidende Kriterium ist die Schwere der Schäden.
Wenn der Schaden für die Angesteckten deutlich höher ist als der für die Träger (wovon ich in diesem Szenario ausgehe), dann finde ich dass die Zwangsquarantäne gerechtfertigt ist.
Wären die Ansteckungswahrscheinlichkeit deutlich niedriger, so müsste die Differenz der Schadenshöhe sehr viel höher sein. Aber grundsätzlich finde ich solch eine Abwägung moralisch nicht nur vertretbar, sondern eigentlich notwendig.
N
95 76@chrissy sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
“Jeder Träger, unabhängig von seinem Verhalten …”
Sowas gibt es nicht. Das individuelle Verhalten hat immer Einfluß auf Ansteckungsrisiken. Allein schon das Verhalten, sich freiwillig zu isolieren. Andernfalls befänden wir uns im Bereich des Magischen
und da würde auch Quarantäne nichts bewirken.@chrissy sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
“Wenn der Schaden für die Angesteckten deutlich höher ist als der für die Träger (wovon ich in diesem Szenario ausgehe), dann finde ich dass die Zwangsquarantäne gerechtfertigt ist.”
Wie gesagt, in einem Rechtsstaat, heiligt der Zweck nicht die Mittel. Es ginge dann höchstens um eine Einzelfallabwägung, mit ggf. Ausnahmen unter Auflagen. Also nichts, das pauschal für eine ganze Bevölkerungsgruppe gelten kann.
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Eine absolute Gefahr haben die Nazis auch an bestimmte Bevölkerungsgruppen geknüpft und diese “zwangweisen Quarantäneeinrichtungen” hießen damals nur anders. Es gibt eine Grenze. Punkt. Menschenwürde VS. Menschenwürde gibt es nicht. Es kann nur die Lösung gelten, welche die Würde von beiden wahrt.
C133 81Der entscheidende Unterschied ist dass in diesem Szenario die Gefahr absolut real und nachweisbar ist. Die 95% Transmissionsrate und die Auswirkungen der Krankheit sind in diesem Szenario gegebene Fakten.
Und es steht nicht “Menschenwürde VS. Menschenwürde”, sondern eingeschränkte Bewegungsfreiheit vs. körperliche Unversehrtheit oder sogar Leben.
Wenn es eine Lösung gibt die beides wahrt, schön. Dann haben wir kein Problem. Aber was wenn es eine solche Lösung nicht gibt? Darum geht es mir hier. Eigentlich ist das doch eine Art Triage-Situation. Man kann nicht allen gerecht werden, also muss man entscheiden.
Was ich hier erreichen möchte ist eine Diskussion über die Kriterien die man in solchen Situationen anwenden kann, aber bisher wird immer das Szenario selbst (das keinen Anspruch auf Realismus erhebt!) kritisiert:@nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
Sowas gibt es nicht. Das individuelle Verhalten hat immer Einfluß auf Ansteckungsrisiken.
Bei einer realen Krankheit, ja. Aber wie gesagt, das ist ein Modell-Szenario. Es geht hier nicht um ein medizinisches Problem, sondern um ein ethisches.
@nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
in einem Rechtsstaat, heiligt der Zweck nicht die Mittel
Da stimme ich dir generell zu. Nicht jedes Mittel das den Zweck erfüllt ist gleichermaßen gerechtfertigt. Daher ist ja auch immer das mildeste Mittel zu wählen das einen solchen Konflikt von Gütern (körperliche Unversehrtheit vs. Bewegungsfreiheit) auflöst. Denn wenn der Rechtsstaat nichts macht werden die Rechte von anderen (den Angesteckten) verletzt. Das ist doch denn Körperverletzung durch Unterlassung, oder.
@nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
Einzelfallabwägung, mit ggf. Ausnahmen unter Auflagen
Welcher Einzelfall? Wenn das individuelle Verhalten keinen Einfluss auf die Gefährdung hat (was ich hier voraussetze), was macht dann den Einzelfall aus?
Welche Auflagen wenn es außer der Isolation keine Abwehrmöglichkeit gibt?Dies ist ein bewusst stark reduziertes Szenario. Eigentlich wollte ich damit nur eine ethische Baseline etablieren, um dann zu realistischeren, und damit zwangsweise komplexeren, Fällen zu kommen. Aber offensichtlich gibt es schon auf dieser Ebene große Differenzen. Die würde ich gerne diskutieren, nicht die Details des Szenarios.
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Der entscheidende Unterschied ist dass in diesem Szenario die Gefahr absolut real und nachweisbar ist. Die 95% Transmissionsrate und die Auswirkungen der Krankheit sind in diesem Szenario gegebene Fakten.
Und es steht nicht “Menschenwürde VS. Menschenwürde”, sondern eingeschränkte Bewegungsfreiheit vs. körperliche Unversehrtheit oder sogar Leben.
Wenn es eine Lösung gibt die beides wahrt, schön. Dann haben wir kein Problem. Aber was wenn es eine solche Lösung nicht gibt? Darum geht es mir hier. Eigentlich ist das doch eine Art Triage-Situation. Man kann nicht allen gerecht werden, also muss man entscheiden.
Was ich hier erreichen möchte ist eine Diskussion über die Kriterien die man in solchen Situationen anwenden kann, aber bisher wird immer das Szenario selbst (das keinen Anspruch auf Realismus erhebt!) kritisiert:@nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
Sowas gibt es nicht. Das individuelle Verhalten hat immer Einfluß auf Ansteckungsrisiken.
Bei einer realen Krankheit, ja. Aber wie gesagt, das ist ein Modell-Szenario. Es geht hier nicht um ein medizinisches Problem, sondern um ein ethisches.
@nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
in einem Rechtsstaat, heiligt der Zweck nicht die Mittel
Da stimme ich dir generell zu. Nicht jedes Mittel das den Zweck erfüllt ist gleichermaßen gerechtfertigt. Daher ist ja auch immer das mildeste Mittel zu wählen das einen solchen Konflikt von Gütern (körperliche Unversehrtheit vs. Bewegungsfreiheit) auflöst. Denn wenn der Rechtsstaat nichts macht werden die Rechte von anderen (den Angesteckten) verletzt. Das ist doch denn Körperverletzung durch Unterlassung, oder.
@nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
Einzelfallabwägung, mit ggf. Ausnahmen unter Auflagen
Welcher Einzelfall? Wenn das individuelle Verhalten keinen Einfluss auf die Gefährdung hat (was ich hier voraussetze), was macht dann den Einzelfall aus?
Welche Auflagen wenn es außer der Isolation keine Abwehrmöglichkeit gibt?Dies ist ein bewusst stark reduziertes Szenario. Eigentlich wollte ich damit nur eine ethische Baseline etablieren, um dann zu realistischeren, und damit zwangsweise komplexeren, Fällen zu kommen. Aber offensichtlich gibt es schon auf dieser Ebene große Differenzen. Die würde ich gerne diskutieren, nicht die Details des Szenarios.
V
8 17Sorry ich komme langsam nicht mehr so ganz mit um was es dir hier eigentlich genau geht.
@chrissy sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
Eigentlich wollte ich damit nur eine ethische Baseline etablieren, um dann zu realistischeren, und damit zwangsweise komplexeren, Fällen zu kommen.
Mir kommt es immer mehr so vor, als ob Du dir eine Baseline vorstellst, und so lange Du hier nicht die 100% Zustimmung für diese eine (deine) Baseline erhältst, immer wieder von vorne anfängst die Argumente der Anderen so zu negieren das es eben keinen Konsens gibt.
In meiner primitiven Vorstellung ist es aber eben auch so, das es für einen gemeinsamen Kompromiss, eben auch notwendig ist seine eigene Meinung nochmals zu überdenken und gegeben Falls anzupassen. Wenn ich immer nur darauf beharre das es nur meine eine Meinung geben kann, dann wird es entweder keine gemeinsame Linie geben und der Konflikt wird nicht enden, oder es müssen sich beide Seiten/Meinungen eben etwas bewegen und bereit sein die andere Meinung zu akzeptieren und zu tolerieren.
Eine Fantasie die nur in meinem Kopf existiert, ohne realen Bezug und ohne reale Opfer, ist in meinen Augen von anderen einfach zu tolerieren, auch wenn sie diese einfach nicht akzeptieren wollen.
Denn wenn ich es nun sehr einfach hier zulassen würde, das Fantasien notfalls mit Medikamenten gestoppt und ausgelöscht würden, dann müsste ich es in letzter Konsequenz mit allen Fantasien die gegen die Moral und/oder Gesetze verstoßen machen.
Eine Gesellschaft die dann daraus entsteht dürfte ziemlich eine Mischung aus den Filmen “Minority Report”, “Gattaca”, “I Am Legend”, “1984 (Gedankenverbrechen)” und der in China schon realität gewordenen Doku “Total Trust” sein, in der ich nicht leben wollen würde.
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Der entscheidende Unterschied ist dass in diesem Szenario die Gefahr absolut real und nachweisbar ist. Die 95% Transmissionsrate und die Auswirkungen der Krankheit sind in diesem Szenario gegebene Fakten.
Und es steht nicht “Menschenwürde VS. Menschenwürde”, sondern eingeschränkte Bewegungsfreiheit vs. körperliche Unversehrtheit oder sogar Leben.
Wenn es eine Lösung gibt die beides wahrt, schön. Dann haben wir kein Problem. Aber was wenn es eine solche Lösung nicht gibt? Darum geht es mir hier. Eigentlich ist das doch eine Art Triage-Situation. Man kann nicht allen gerecht werden, also muss man entscheiden.
Was ich hier erreichen möchte ist eine Diskussion über die Kriterien die man in solchen Situationen anwenden kann, aber bisher wird immer das Szenario selbst (das keinen Anspruch auf Realismus erhebt!) kritisiert:@nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
Sowas gibt es nicht. Das individuelle Verhalten hat immer Einfluß auf Ansteckungsrisiken.
Bei einer realen Krankheit, ja. Aber wie gesagt, das ist ein Modell-Szenario. Es geht hier nicht um ein medizinisches Problem, sondern um ein ethisches.
@nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
in einem Rechtsstaat, heiligt der Zweck nicht die Mittel
Da stimme ich dir generell zu. Nicht jedes Mittel das den Zweck erfüllt ist gleichermaßen gerechtfertigt. Daher ist ja auch immer das mildeste Mittel zu wählen das einen solchen Konflikt von Gütern (körperliche Unversehrtheit vs. Bewegungsfreiheit) auflöst. Denn wenn der Rechtsstaat nichts macht werden die Rechte von anderen (den Angesteckten) verletzt. Das ist doch denn Körperverletzung durch Unterlassung, oder.
@nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
Einzelfallabwägung, mit ggf. Ausnahmen unter Auflagen
Welcher Einzelfall? Wenn das individuelle Verhalten keinen Einfluss auf die Gefährdung hat (was ich hier voraussetze), was macht dann den Einzelfall aus?
Welche Auflagen wenn es außer der Isolation keine Abwehrmöglichkeit gibt?Dies ist ein bewusst stark reduziertes Szenario. Eigentlich wollte ich damit nur eine ethische Baseline etablieren, um dann zu realistischeren, und damit zwangsweise komplexeren, Fällen zu kommen. Aber offensichtlich gibt es schon auf dieser Ebene große Differenzen. Die würde ich gerne diskutieren, nicht die Details des Szenarios.
A
28 39@chrissy sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
Wenn es eine Lösung gibt die beides wahrt, schön. Dann haben wir kein Problem. Aber was wenn es eine solche Lösung nicht gibt? Darum geht es mir hier. Eigentlich ist das doch eine Art Triage-Situation. Man kann nicht allen gerecht werden, also muss man entscheiden.
Was ich hier erreichen möchte ist eine Diskussion über die Kriterien die man in solchen Situationen anwenden kann, aber bisher wird immer das Szenario selbst (das keinen Anspruch auf Realismus erhebt!) kritisiertAh, mir war bisher entgangen worauf du mit deinem Szenario hinaus willst, jetzt macht das Sinn für mich

Zu dieser hypothetische Situation mit hypothetischem Problem hätte ich eine hypothetische Lösung:-
Je nach Menge der hypothetisch Erkrankten bzw hypothetischen zukünftigen-zu-verhindernden-kriminellen eine Stadt in die keine Kinder dürfen, deren Ein- und Ausgang überwacht wird. Dorthin kommen alle die hypothetisch eine Gefahrenquelle darstellen und können dort innerhalb der Stadtgrenzen normal leben.
Sie können von Personen denen innerhalb der Stadt keine Gefahr droht Besuch bekommen. -
Oder alternativ eine 12h Sperrzeit die zb im Halbjahrestakt wechselt.
1. 0-11.30uhr
2. 12-23.30uhr
Während Zeit 1 dürfen die hypothetischen Gefährdet sich im öffentlichen Raum bewegen [oder die Stadt aus Szenario 1 verlassen] solange müssen die hypothetisch Gefährdeten sich im privaten bzw für sie sicheren Bereich aufhalten.
Dann findet ein Wechsel statt.
Dabei müssten Jahreszeit bedingte Tageslicht Schwankungen und altersgerechte Uhrzeiten ein bisschen mit verrechnet werden und Zeiten sowie Abwechslung beider Gruppen von früh und spät Sperrzeit angespasst werden.
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@chrissy sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
Wenn es eine Lösung gibt die beides wahrt, schön. Dann haben wir kein Problem. Aber was wenn es eine solche Lösung nicht gibt? Darum geht es mir hier. Eigentlich ist das doch eine Art Triage-Situation. Man kann nicht allen gerecht werden, also muss man entscheiden.
Was ich hier erreichen möchte ist eine Diskussion über die Kriterien die man in solchen Situationen anwenden kann, aber bisher wird immer das Szenario selbst (das keinen Anspruch auf Realismus erhebt!) kritisiertAh, mir war bisher entgangen worauf du mit deinem Szenario hinaus willst, jetzt macht das Sinn für mich

Zu dieser hypothetische Situation mit hypothetischem Problem hätte ich eine hypothetische Lösung:-
Je nach Menge der hypothetisch Erkrankten bzw hypothetischen zukünftigen-zu-verhindernden-kriminellen eine Stadt in die keine Kinder dürfen, deren Ein- und Ausgang überwacht wird. Dorthin kommen alle die hypothetisch eine Gefahrenquelle darstellen und können dort innerhalb der Stadtgrenzen normal leben.
Sie können von Personen denen innerhalb der Stadt keine Gefahr droht Besuch bekommen. -
Oder alternativ eine 12h Sperrzeit die zb im Halbjahrestakt wechselt.
1. 0-11.30uhr
2. 12-23.30uhr
Während Zeit 1 dürfen die hypothetischen Gefährdet sich im öffentlichen Raum bewegen [oder die Stadt aus Szenario 1 verlassen] solange müssen die hypothetisch Gefährdeten sich im privaten bzw für sie sicheren Bereich aufhalten.
Dann findet ein Wechsel statt.
Dabei müssten Jahreszeit bedingte Tageslicht Schwankungen und altersgerechte Uhrzeiten ein bisschen mit verrechnet werden und Zeiten sowie Abwechslung beider Gruppen von früh und spät Sperrzeit angespasst werden.
C133 81Danke. Tut mir leid wenn ich mit meiner Intention nicht klar genug war.
In Bezug auf Pädophilie bin ich mir nicht sicher ob Isolation da das beste ist. Im ursprünglichen Post war da ja die Rede von einer Therapie welche pädophile Gedanken direkt im Gehirn stoppt. Wenn die wirklich wirksam wäre, und keine signifikanten Nebenwirkungen hat, dann würde ich das glaub ich einer Isolation vorziehen. Zumindest wenn zusätzlich eine Ansprechbarkeit für Erwachsene hergestellt wird und man somit ein ganz normales Sexualleben haben könnte. Bei mir persönlich ist das eh der Fall, aber bei exklusiv pädophilen würde das sonst ja einer Asexualität gleichen. Das wäre schon ein erheblicher Einschnitt, vermutlich noch extremer als aktuell verwendeten Medikamenten. Für manche vielleicht hilfreich, für andere eine Horrorvorstellung.
Um sowas zu rechtfertigen müsste die Missbrauchswahrscheinlichkeit schon wirklich hoch sein finde ich.
Aber wie wäre es wenn es ein “perfektes” Medikament gäbe, das uns ohne Nebenwirkungen in ganz “normale” Teleiophile verwandelt? Wie hoch müsste die Missbrauchswahrscheinlichkeit dann sein um das zu rechtfertigen?
Es würde ja eigentlich nicht schaden, wäre aber doch eine gravierende Veränderung. Ob zum Besseren wäre wohl eine sehr individuelle Überlegung. -
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Danke. Tut mir leid wenn ich mit meiner Intention nicht klar genug war.
In Bezug auf Pädophilie bin ich mir nicht sicher ob Isolation da das beste ist. Im ursprünglichen Post war da ja die Rede von einer Therapie welche pädophile Gedanken direkt im Gehirn stoppt. Wenn die wirklich wirksam wäre, und keine signifikanten Nebenwirkungen hat, dann würde ich das glaub ich einer Isolation vorziehen. Zumindest wenn zusätzlich eine Ansprechbarkeit für Erwachsene hergestellt wird und man somit ein ganz normales Sexualleben haben könnte. Bei mir persönlich ist das eh der Fall, aber bei exklusiv pädophilen würde das sonst ja einer Asexualität gleichen. Das wäre schon ein erheblicher Einschnitt, vermutlich noch extremer als aktuell verwendeten Medikamenten. Für manche vielleicht hilfreich, für andere eine Horrorvorstellung.
Um sowas zu rechtfertigen müsste die Missbrauchswahrscheinlichkeit schon wirklich hoch sein finde ich.
Aber wie wäre es wenn es ein “perfektes” Medikament gäbe, das uns ohne Nebenwirkungen in ganz “normale” Teleiophile verwandelt? Wie hoch müsste die Missbrauchswahrscheinlichkeit dann sein um das zu rechtfertigen?
Es würde ja eigentlich nicht schaden, wäre aber doch eine gravierende Veränderung. Ob zum Besseren wäre wohl eine sehr individuelle Überlegung.?0Konversionstherapien können auch für Menschen ggf. hilfreich sein, aber trotzdem sind sie verboten. Ich denke das bereits die Möglichkeit so etwas anbieten zu KÖNNEN schafft gefährliche und autoritäre Anreize. Das sollte man echt nicht unterschätzen insb. zur heutigen Zeit. Wenn man keine Grenzen zieht, dann landet man zwangsläufig irgendwann im “Käfig”, da die dann immer neue Ausgangsposition weniger hart wirkt als davor.
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Der entscheidende Unterschied ist dass in diesem Szenario die Gefahr absolut real und nachweisbar ist. Die 95% Transmissionsrate und die Auswirkungen der Krankheit sind in diesem Szenario gegebene Fakten.
Und es steht nicht “Menschenwürde VS. Menschenwürde”, sondern eingeschränkte Bewegungsfreiheit vs. körperliche Unversehrtheit oder sogar Leben.
Wenn es eine Lösung gibt die beides wahrt, schön. Dann haben wir kein Problem. Aber was wenn es eine solche Lösung nicht gibt? Darum geht es mir hier. Eigentlich ist das doch eine Art Triage-Situation. Man kann nicht allen gerecht werden, also muss man entscheiden.
Was ich hier erreichen möchte ist eine Diskussion über die Kriterien die man in solchen Situationen anwenden kann, aber bisher wird immer das Szenario selbst (das keinen Anspruch auf Realismus erhebt!) kritisiert:@nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
Sowas gibt es nicht. Das individuelle Verhalten hat immer Einfluß auf Ansteckungsrisiken.
Bei einer realen Krankheit, ja. Aber wie gesagt, das ist ein Modell-Szenario. Es geht hier nicht um ein medizinisches Problem, sondern um ein ethisches.
@nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
in einem Rechtsstaat, heiligt der Zweck nicht die Mittel
Da stimme ich dir generell zu. Nicht jedes Mittel das den Zweck erfüllt ist gleichermaßen gerechtfertigt. Daher ist ja auch immer das mildeste Mittel zu wählen das einen solchen Konflikt von Gütern (körperliche Unversehrtheit vs. Bewegungsfreiheit) auflöst. Denn wenn der Rechtsstaat nichts macht werden die Rechte von anderen (den Angesteckten) verletzt. Das ist doch denn Körperverletzung durch Unterlassung, oder.
@nixda sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
Einzelfallabwägung, mit ggf. Ausnahmen unter Auflagen
Welcher Einzelfall? Wenn das individuelle Verhalten keinen Einfluss auf die Gefährdung hat (was ich hier voraussetze), was macht dann den Einzelfall aus?
Welche Auflagen wenn es außer der Isolation keine Abwehrmöglichkeit gibt?Dies ist ein bewusst stark reduziertes Szenario. Eigentlich wollte ich damit nur eine ethische Baseline etablieren, um dann zu realistischeren, und damit zwangsweise komplexeren, Fällen zu kommen. Aber offensichtlich gibt es schon auf dieser Ebene große Differenzen. Die würde ich gerne diskutieren, nicht die Details des Szenarios.
N
95 76@chrissy sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
"Denn wenn der Rechtsstaat nichts macht werden die Rechte von anderen (den Angesteckten) verletzt. Das ist doch denn Körperverletzung durch Unterlassung, oder."
Nö. Der Staat muß nicht alles richten. Mündige Bürger sind (Einsichts- und Steuerungsfähigkeit vorausgesetzt) prinzipiell dazu in der Lage, ein Verantwortungsbewußtsein zu entwickeln - auch ohne, daß der Staat und seine Wadenbeißer gleich mit Zwangsmaßnahmen drohen.
@chrissy sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
“was macht dann den Einzelfall aus?”
Ob ein Träger überhaupt Kontakt zu (vulnerablen) Personen hat. Wenn diesbzgl. keine Kontakte bestehen, käme das einer Isolation gleich.
@chrissy sagte in Pädophile Fantasien "stoppen":
“Welche Auflagen wenn es außer der Isolation keine Abwehrmöglichkeit gibt?”
Na z.B. sich im Kontakt zu vulnerablen Personengruppen - sofern räumlicher Abstand nicht ausreicht - in einem Schutzanzug zu bewegen. Das käme, vom Effekt, ebenfalls einer Isolation gleich.
Es gäbe sicher auch Leute, die unter der Isolation in einer Quarantäneeinrichtung leiden würden, oder dadurch sogar suizidgefährdet wären. Sollte man auch bedenken und in die alle Abwägungen einfließen lassen.
