Dieses Statement von Benjamin Stibi finde ich auch stark und mutig:
Ich habe mich getraut und meine Gedanken zu einem absoluten Tabu-Thema aufgeschrieben: dem Kinder-Sexpuppen-Verbot.
Ich halte den neuen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts dazu für falsch. Masturbation muss den absoluten Schutz des Kernbereichs privater Lebensgestaltung genießen. Die „Sozialbezug“-Konstruktion der Senatsmehrheit ist eine gefährliche Büchse der Pandora, die künftigen Eingriffen in das Sexualleben aller Bürger den Weg bereitet. Dabei geht es den Staat nichts an, was den Einzelnen „geil“ macht, auch wenn es die Gesellschaft noch so verwerflich finden mag.
Man muss für ein liberales und faires Strafrecht eintreten, auch wenn es politisch nicht opportun ist. Die Güte einer Rechtsordnung bemisst sich danach, wie sie mit den Geächteten der Gesellschaft umgeht.
Zustimmung gibt es auch von den Kommentaren dort und auch ein großes Vertrauensverlust in das Gericht.